Visualisierung / Materialien

12 Video

Nicht nur von jüngeren Generationen wertgeschätzt ist die Wissensaufnahme per Video. Kein Wunder, denn die Kombination aus Bild, Ton, zusätzlich eingebundenem Text, Animationen oder gar Tests spricht alle Lernkanäle an.

Arbeit mit Videos

Die Produktion eines Videos kann höchst aufwendig, aber auch recht einfach sein. Für Videos, die qualitativ hochwertig sein sollen, gilt daher: Wenn immer möglich, Videos vom Internet nutzen.

Wenn man ein Video hat, kann man leicht ein interaktives Video daraus machen, um den eigenen Fokus abzubilden und passive Zuschauer zu aktivieren.

Wichtig: Gerade bei längeren Videoaufnahmen (über 10 Minuten) vor Start der Aufnahme die Auflösung prüfen. Hohe Auflösungen produzieren grosse Dateien – mehr dazu unten bei „Tipps & Stolpersteine“.

Videoarten und Einsatzmöglichkeiten

Folgende Videoformate können in der Lehre angewendet werden (u. a.):

  • Personenaufnahme mit Präsentation
  • Videobotschaft (kurz)
  • Online-Lehrvortrag
  • Screencast
  • Trickfilm

Beispiel:

Studierende bekommen den Auftrag einen kleinen Dokumentarfilm zu einem bestimmten Thema zu produzieren.

HfH erprobt:

Im HF02 bekommen die Studierenden weiterführende Informationen zum EZaBE in einer kurzen Videobotschaft zur Verfügung gestellt.

Mögliche Umsetzungsformen

Aufnahme

  • Quick & dirty: vor dem Compi, mit Mobile, mit Webcam, mit DLC -Kamera
    • Situation: Ruhige, zufriedenstellende Räumlichkeit (privat/im eigenen Büro/im Sitzungszimmer) vorhanden. Case: Lehrvideos, Inputvideos.
      → Das Videobild muss nicht perfekt sein, aber auf die Tonqualität achten, denn das Audio in einem Video beeinflusst stark, wie die Qualität eines Videos wahrgenommen wird.
  • Prio 2: Self-​Service Aufnahmeraum @ETH
    • Situation: Keine entsprechende Räumlichkeit vorhanden. Case: Lehrvideos, Inputvideos. Ganze Video-Serien, die gleich aussehen sollten. Grössere Projekte. Infos zum Raum
  • Prio Profe​​ssionell: Professionelles Aufnahmestudio @ETH. (Für 75.-/Std.)
    • Situation: Professionelle Aufnahme benötigt. Case: Videos für die Öffentlichkeit oder ähnlicher Case (Finanzierungsabsprache im Voraus!). Infos zum Studio​

 

Videoschnitt / Postproduktion

Premiere Pro

Alle Mitarbeitenden der HfH können die Adobe Creative Suite kostenlos nutzen. Darin enthalten ist das professionelle Videobearbeitungsprogramm Premiere Pro. Weitere Informationen zum Bezug der Lizenz gibt es in einem Newsbeitrag im HfH Portal und auf der unter Dokumente im Bereich der IT.

Einfachere Schnittprogramme für grundlegende Bearbeitung eines Videos unter stud.hfh.ch > arbeiten > software.

Mac-spezifisch

  • iMovie für Videoschnitt
  • Quick Time Player für Screencasts und Audio
  • Photobooth für Eigenaufnahme

Untertitelung

  • YouTube kann automatisch Untertitel generieren, vor allem Englische. Achtung Copyright!
  • Aegisub (kostenfreie Software): mehr Informationen auf stud.hfh.ch > arbeiten > software

Annotation

SWITCHannotate (aktuell noch nicht implementiert)

 

Tipps & Stolpersteine

  • Ungleich zu einem Text kann man ein Video nur schwer „überfliegen“. Es ist daher ermüdend ein ganzes Video durchzuspulen, bis man die gesuchte Informationen gefunden hat. Der Tipp ist also: Lieber mehrere, kurze Videos als ein langes, denn dadurch  (und aussagekräftige Dateinamen) erleichtert man die Suche nach Informationen massiv.
  • Wenn der Spannungsbogen vernachlässigbar ist: Kurzzusammenfassung zu Beginn des Videos: Worum geht es? Was wird behandelt, was nicht? Gibt es weitere Videos zu ähnlichen Themen? Wo findet man die?
  • Auf die Tonqualität achten! Schlechtes, rauschendes Audio ist nicht nur unangenehm, sondern bestimmt massgeblich die Wahrnehmung des im Video vermittelten Inhalts.
  • bei selbst aufgenommenen Videos auf den Hintergrund achten: Steht das was herum, was mit bei näherer Betrachtung vor den Studis unangenehm sein könnte?
  • Videos immer im mp4. Format abspeichern, so können alle Empfänger das Video öffnen und schauen.

Grosse Dateien

Für das Teilen grosser Dateien empfehlen wir

ACHTUNG
Videodateien können schnell sehr gross werden! Dadurch wird nicht nur die Bearbeitung, sondern auch die Weitergabe des Videos komplizierter und dauert länger. Auch bei Nutzung der SWITCH-Dienste kann der Upload/Download dann sprichwörtlich stundenlang dauern.
Haupteinflussfaktoren auf die Grösse eines Videos sind Auflösung und Bitrate.

Deswegen am besten schon VOR der Aufnahme eines Videos die Auflösung prüfen:

Bei privaten Kameras ist oft Full HD voreingestellt, häufig reicht HD (1280×720) aus, oder gar die Auflösung 852×480 („Internetqualität“).

Ist die grosse Datei schon mal produziert, kann man Folgendes machen:

  • Die grosse Datei in mehrere, kürzere Teile schneiden. Mit z. B. 300 MB grossen Dateien lässt sich wesentlich besser hantieren, als wenn das Video ein oder mehrere Gigabyte hat.
  • Die grosse Datei konvertieren und dabei verkleinern: mit Spezialsoftware wie z. B. Adobe Media Encoder oder Movavi (über DLC).

Sonstige Probleme, die z. B. den Download von grossen Dateien beeinflussen:

  • Bitrate zu gering, oder Internetverbindung instabil.
  • Bei Dateien ab ca. 1 Giga: Speicherplatz! Es kommt vor, dass die Empfänger von grossen Dateien gar nicht mehr genug Speicherplatz auf ihrem Compi haben.
  • Browser blockiert Download wegen Sicherheitseinstellungen.

Grössenordnung für die Komprimierung über Adobe Media Encoder oder Premiere Pro:

Bitrateneinstellungen -> Die Zielbitrate ist die ausschlaggebende Einstellung. Die Zielbitrate auf „Mittlere Bitrate“ setzen spart i. d. R. schon einiges an Dateigrösse ein.

QuickTime Player 

Über Ablage > Exportieren als > … bietet der QuickTime Player direkt eine Möglichkeit der Komprimierung an (allerdings nicht für unbegrenzt grosse Dateien!)

 

Links

Lizenz