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Wald

8 Im Wald und das Lernen in den Fachbereichen

Übersicht über die Fachbereiche

Für folgende Fachbereiche (in Klammer die Angaben aus dem LP21) werden hier Anregungen und Vorschläge zur Verfügung gestellt.

  • Mensch & Umwelt (NMG)
  • Sprache
  • Mathematik
  • Hauswirtschaft – Kochen (Wirtschaft, Arbeit, Haushalt)
  • Sport (Bewegung und Sport)

Grundstruktur des Unterrichts – wiederkehrenden Rituale im Wald

Die Lehrperson sollte den Aufenthalt  im Wald so gestalten, dass sich die SuS im Wald geborgen und sicher fühlen. Ein Ausflug in den Wald könnte in den SuS Verunsicherung und vielleicht sogar Ängste auslösen. Mit einer einfachen, wiederkehrenden Tagesstruktur kann die Lehrperson diese Unruhe auffangen und Vertrauen aufbauen. Der Weg zum Wald, kleine Rituale immer am selben Ort und vertraute Abläufe helfen den SuS den nötigen sicheren Rahmen aufzubauen.

Die hier vorgestellten Aktivitäten sind bewährte und mehrfach erprobte Ideen während Waldprojekten, Waldtagen oder während der regulären Schulzeit.  Die Aktivitäten lassen sich den Lernvoraussetzungen der SuS leicht anpassen und zwar in beide Richtungen. Dies ist wichtig, denn über- oder unterforderte SuS verlieren die Freude an den Erlebnissen im Wald schnell.

Zum Stöbern, Schmökern und das Sammeln von Informationen ist eine Ecke im Schulzimmer  mit Büchern, Plakaten, Sammelkisten, Fotos usw. zum Thema empfehlenswert. Viele SuS haben auch zu Hause Tier-, Pflanzen-, oder Waldbücher, die sie gern der Klasse für eine Weile zur Verfügung stellen. Auch Zeitschriften, Broschüren u.a. von Umweltschutz- oder Försterverbänden können aufgelegt werden.

Vorschläge für fächerübergreifende Lernziele

  • Die Schüler und Schülerinnen lernen den Wald und seine Umgebung kennen.
  • Die Schüler und Schülerinnen erleben den Wald mit allen Sinnen.
  • Die Schüler und Schülerinnen lernen verschiedene Waldmaterialien und deren Beschaffenheit kennen.
  • Die Schüler und Schülerinnen entwickeln ihre sozialen, affektiven, kognitiven und motorischen  Kompetenzen in anderer Lernumgebung.
  • Die Schüler und Schülerinnen stärken ihr Verantwortungsbewusstsein zu sich selbst, der Natur und anderen gegenüber.
  • Die Schüler und Schülerinnen orientieren sich anhand von Ritualen an die Unterrichtsstrukturen im Wald.

Literaturhinweis
Marlis Labudde-Dimmler, (2008), Erlebnis Wald – Natur entdecken mit Kindern, Ein Praxisbuch für alle Jahreszeiten, Verlag LCH Lehrmittel 4 bis 8. Hölstein

Mensch und Umwelt

Vorschläge für Lernziele

  • Die SuS aktivieren ihr Vorwissen und ihre Erfahrungen mit  dem Thema  Wald.
  • Die SuS entwickeln einen gefühlsmässigen Bezug zum Wald.
  • Die SuS erleben den Wald als ruhiger entspannender Ort.
  • Die SuS setzen Sachinformationen direkt im Wald um.
  • Die SuS passen sich den  neuen Unterrichtsstrukturen im Wald an. 

Didaktische Anregungen

Das Thema „Wald“  bietet Anregungen für alle Sinne, ist gleichzeitig Lebensraum, Erholungsraum und Erkundungsraum. Aktive Sinneserfahrungen helfen SuS bei der Aufnahme von Wissen. Das passiert mit dem „Lerngegenstand Wald“ durch „über- und be-greifendes Lernen“. Obwohl es fächerspezifisches Wissen in diesem Thema gibt, wie Holzkunden im Werkunterricht, Vögel im Fach  Menschen & Umwelt u.a. ist es meist  nur isoliertes Wissen. Die fiktiven Grenzen der Fächer in diesem Thema sind sehr oft unerkennbar, vor allem in den Fächern Sprache und Menschen & Umwelt. Dazu verlangt der Wald als ausserschulischer Lernort viel Zeit, so dass wir bei jedem Besuch, versuchen das optimale zu profitieren. In den anderen Fächer  wie Werkunterricht, bildnerisches Gestalten, Sportunterricht, Mathematik, Hauswirtschaft  u.a. kommen vor Ort Verbindungen zustande. Nicht nur wegen des Zeitfaktors, sondern auch als wichtiges Argument „die Vielfältigkeit“  der Aktivitäten im Wald bereiten den SuS Freude und machen die Erlebnisse unvergesslich.

Je nach Erfahrungen der SuS mit dem Thema Wald, Lernvoraussetzungen und die Bedingungen des Waldes muss die Lehrperson entscheiden mit welcher Aktivität sie den Lernprozess im Wald startet.

Hat die Klasse einen eigenen Platz im Wald? Wenn nicht, das wäre aus meiner Sicht die erste Aktivität eine Platz zu finden. Das wäre nachher der obligatorische Treffpunkt.

Eine Idee wäre das neue „Wohnzimmer“ im Wald mit einem Waldsofa einzurichten. (Beschreibung im Werken). Das selbst gebaute Waldsofa als Kreis oder Halbkreis wird selbstverständlich zum Zentrum allen Wirkens. Es verbindet einerseits alle darin sitzenden Menschen, wirkt vertrauensbildend und beruhigend. Andererseits wird er zum sicheren Hort, in welchen die SuS nach Aktivitäten ganz leicht zurückfinden. Das Waldsofa bietet sich an für die kleinen Anfangs- und Schlussrituale, für das Singen, Geschichten erzählen, erklären, hinweisen und austauschen. Über die Zeit wird es allen so vertraut wie die eigene Stube zu Hause.

Hat die Klasse schon ihr eigener Platz im Wald, dann kann ich „ im Wald sammeln “als erste Aktivität empfehlen. Mit der Idee die Vor-erfahrungen der SuS zu kennen zu lernen, aber auch „Material“ zu sammeln für das Einrichten eines Museums im Schulzimmer. Waren aber die SuS schon in Waldtagen oder Waldprojekten involviert kann eine Alternative für die erste Tätigkeit im Wald sein: „Sinneserfahrung auf vielfältige Weise“ oder „Mein  Baum – Einen Baum über das ganze Jahr beobachten“. Ist das Museum nach einer bestimmten Zeit  eingerichtet, kann die Klasse es der Parallelklasse zu einem Informationsbesuch inklusive Expertenbefragung dienen. Auch Klanggeschichten, Posten-Sinneserfahrungen lassen sich für schulinterne Vorstellungen nutzen. Schülerinnen und Schüler der Unterstufe sind bestimmt ein dankbares Publikum! Die Präsentation der gestalterischen, musischen oder sprachlichen Arbeiten ist sowohl in Zwischensequenzen als auch zum Abschluss der Unterrichtsreihe bzw. des  Projektes sinnvoll.

Wir Lehrpersonen beschäftigen uns in der Vorbereitung und Durchführung des Unterrichts mit der „richtigen“ Reihenfolge, was sollte zuerst kommen, was danach. Die Schülerlernvoraussetzungen spielen eine Rolle. Jedoch sollte eine gute Kombination von Aktivitäten im Schulzimmer und im Wald die Motivation der SuS erhöhen und erhalten. Ausserdem ermöglicht die Variation verschiedene Lernzugänge. In der Durchführung entscheidet die Lehrperson auf Grund von Erfolgen und Misserfolgen ständig über neue Anpassungen und Reihenfolge.

Mögliche Aktivitäten

Unmittelbare Begegnungen ermöglichen eine Annäherung an die Natur und das Thema Wald  macht es möglich, sich als Teil der Natur zu begreifen. Wie ich schon erwähnt habe, sind die ersten vorgestellten Aktivitäten: im „Wald sammeln“ und „mein Baum“. Sie sind aber keine fixe Start-Aktivität. Die Sachinformationen  aus dem Bereich Sprache und Menschen & Umwelt ergänzen sich gegenseitig. Die  Arbeitsblätter sollten das Wissen über die gesammelten Erfahrungen im Wald vertiefen oder Vor-erfahrungen abrufen.

Unter diesem LINK  sind die konkretisierten Anregungen und Überlegungen zum Mensch & Umwelt (NMG) Unterricht zu finden.

Sprache

Vorschläge für Lernziele

  • Die SuS erfahren  Sachinformationen über den Wald.
  • Die SuS aktivieren  ihre  Erfahrungen im Wald mittels Sachtexten.
  • Die SuS  erweitern und befestigen ihr  Wissen über das Leben im Wald.
  • Die SuS  üben thematisch gebunden ihr Leseverständnis.

Didaktische Anregungen

Das Thema „Wald“ hat für mich keine Grenze zwischen den Fächern. Der hier vorgestellte Bereich hat nur einen organisatorischen Grund. Das passiert öfters, in einem ausserschulischen Lernort wie der Wald: Sinneserfahrungen, Experimentieren, Lektüre, neue Begriffe u.a. Angeboten je nach Voraussetzungen der SuS wecken sie das Interesse und die Lehrperson kann das gewichten.

Mögliche Aktivitäten

Im Bereich Sprache können verschiedene Arbeitsblätter das Wissen der SuS vertiefen und festigen. Neben den „Waldarten“, die parallel mit Mensch & Umwelt läuft, werden unter anderen Sachtexte über ein Tier, ein Insekt und Berufe im Wald  als Beispiele für anderm Angebote zu interessanten Themenbereichen des Waldes präsentiert. Eine Sammlung von bezeichnenden Begriffen  kann sich zur Wortschatzerweiterung anschliessen.

Unter diesem LINK  sind die konkretisierten Anregungen und Überlegungen zum Sprach-Unterricht zu finden.

 

Mathematik

Vorschläge für Lernziele

  • Die SuS  wenden Messmethoden  im Wald an.
  • Die SuS  bestimmen mit Hilfe der Jahresringe  das Alter eines Baumes.
  • Die SuS  wenden verschiedene  mathematische Fertigkeiten im Wald an.
  • Die SuS bearbeiten mathematische Fragestellungen zu Sachsituationen im Wald.

Didaktische Anregungen

Im  Wald  zeigt  sich  die  Sinnhaftigkeit  eines  vernetzten  Lernens  auf  besonderer Art und Weise. Das ermöglicht im Rahmen eines Projekte bzw. einer Lektionsreihe  gemeinsam ein lebendiges und praxisnahes Lernen im Wald zu gestalten. Im Bereich Mathematik  ist das ein praxisorientiertes Konzept für eine selbstentdeckende und nachhaltige Wissensvermittlung.

Der Wald als „Lehrmeister“ mit seinen vielfältigen Lebewesen und Funktionen kann SuS zahlreiche Beispiele für mathematisches Denken anbieten. Er ist ein Ort der Stille, aber auch der körperlichen Aktivität. Der Wald bietet aber auch vor allem Freiräume und Grenzen, in denen soziale und emotionale Kompetenzen wachsen können.

Als komplexes Ökosystem wird der Wald für sachkundliche, biologische und ökologische Lerninhalte genutzt. Dabei wird das Fachwissen anderer Fächer wie Mathematik mit  Praxiserfahrungen  verknüpft.

Mögliche Aktivitäten

Der Wald bietet eine grosse Vielfalt an Formen, Gerüchen, Farben und Materialien. Es gibt tausend Dinge zu sehen, zu hören, zu entdecken und zu verändern. Aber am meisten gibt es Bäume denn ohne Bäume gibt es keinen Wald. Der Wald ist nicht nur die Summe seinen Bäume sondern auch ist er Lebensraum, Erholungsraum und Erkundungsraum. Der Wald hält somit vielfältige Möglichkeiten für Spiel, Bewegung, Entdeckungen, Sinneseindrücke, Bauen und Basteln u.a. offen und lässt den SuS für Phantasie, Kreativität und Eigenaktivität einen grossen Spielraum. Dies alles versuche ich als Inspiration um mathematisches Denken im Wald und Schulzimmer anzuwenden. Es geht vor allem um praktische Anwendungen der Mathematik, darüber hinaus auch den Wald als vernetzt zu erleben und die gewonnenen Eindrücke/ Verständnisse der SuS zu interpretieren. In dieser Auswahl geht es um schätzen, messen, bestimmen, zählen und rechnen.

 

Unter diesem LINK  sind die konkretisierten Anregungen und Überlegungen zum Mathematik-Unterricht zu finden.

 

Hauswirtschaft – Kochen

Vorschläge für Lernziele

  • Die SuS erfahren den Wald als Nahrungsquelle nicht nur für die Tiere, sondern auch für den Menschen.
  • Die SuS  lernen beim gemeinsamen Kochen Waldpflanzen kennen.
  • Die SuS erkennen das Feuer  als Wärmequelle für unsere Ernährung und lernen im Wald bewusst mit ihm umzugehen.
  • Die SuS lernen einfache  Rezepte mit Produkten aus dem Wald vorzubereiten.

Sachinformationen und didaktische Anregungen

Der Wald hatte für die Menschen schon immer eine grosse Bedeutung. Früher vor allem als biologische Ressource und als Wirtschaftsfaktor, heute immer mehr als Erholungs- und Erlebnisraum, aber auch als Symbol des Lebens und Quelle unseres Wohlbefindens. Auch im Kulturgut unseres Landes hat der Wald einen wichtigen Platz. Unsere Vorfahren haben dem Wald zum grössten Teil durch Rodung entreissen müssen, um ihre Flächen zu gewinnen. Keine Frage: Die Hauptnahrungsquelle des Menschen sind vom Wald befreite Flächen. Der Wald hingegen lässt uns an viele Funktionen denken – aber kaum an seine Funktion als Nahrungsquelle. Der Wald ist und bleibt auch menschliche Nahrungsquelle – nicht mehr die wichtigste wie in der Frühzeit der Menschheit-, doch eine besonders köstliche und vielfältige. Wem läuft nicht das Wasser im Munde zusammen, wenn er an wilde Beeren denkt? Wer isst nicht gern deren Marmelade oder einen leckeren Waldhonig? Wem schmecken nicht die grossartigen Pilzgerichte, die in einer Fülle von Rezepten angeboten werden? Und wer kann der Verführung des Bärlauchs widerstehen, wenn dessen Duft im Frühjahr durch die Wälder zieht?  Vergessen wir an dieser Stelle auch das Wild nicht, das zumindest für Nichtvegetarier eine herausragende Ernte des Waldes darstellt. Doch auch die tierische Nahrung des Waldes ist nicht gering zu schätzen. Und so ist der Wald eine in unseren Breiten zwar theoretisch ersetzbare, aber faktisch nicht unwichtige und reichhaltige Nahrungsquelle.

Der Einstieg in die Thematik hängt von der Umgebung des Waldes ab und was man im  Wald zum Essen bzw. Kochen finden kann. Auch eine Entscheidung zu treffen ist, ob im Wald oder in der Schule gekocht wird. Eine Kombination wäre auch möglich. Die Infrastruktur im Wald spielt eine grosse Rolle. Hat es eine gute Feuerstelle? Tische und Bänke sind vorhanden? Kann man Kochutensilien für alle gut transportieren?

Könnte man mindestens einen solchen Anlass  durchführen, wäre es  für die SuS ein unvergessliches Erlebnis. Als Alternative kann man „im Wald ernten“ und die „Ernte“ in die Schulküche bringen und dort das Essen vorbereiten. Kauft man Lebensmittel aber im Supermarkt, die ursprünglich aus  dem Wald kommen könnten (aus zeitlichen und hygienischen Gründen u.a.), ist immer noch möglich die Vernetzung zum Thema Wald zu erhalten.

Das Thema Feuer kann als Brücke zum Thema Holz als Energielieferant und die Bedeutung des Feuers für den Menschen betrachtet werden. Weitere Schwerpunkte sind die Bedeutung des Feuers als Wärmequelle, für unsere Ernährung und für die Entwicklung der menschlichen Zivilisation, wie auch die Themen Feuer als Zerstörer (Waldbrände), Brandrodungen und die fossilen Brennstoffe

Mögliche Aktivitäten

Ein Waldrestaurant zu führen verlangt, wie gesagt, eine gute Infrastruktur  und vor allem viel Zeit für Vorbereitung und Nachbereitung. Je nach  Lernvoraussetzung der SuS kann es sogar schwierig sein im Wald Feuer  zu machen oder auch zu definieren was man im Wald essen darf. Ich empfehle, das mindestens einmal zu versuchen. Deswegen sind die ersten zwei Rezepte und Kräutertee- Rezepte, die einfachsten, die man im Wald kochen könnte. Ist die Klasse in einem Waldprojekt es ist auch denkbar, einen kulinarischen Abend als Abschluss im Wald  zu gestalten.

Wir als Lehrperson tragen viel Verantwortung mit unseren SuS. Nur an das „Hygienische“ und an „Allergie“ zu denken, bremst mir das und das zu empfehlen. Am liebsten empfehle ich im Bereich  „Hauswirtschaft“ in der gewohnten Umgebung weiter zu kochen und im beliebten Supermarkt weiter zu kaufen. Das fächerübergreifende Lernen kann die Lehrperson weiter verfolgen und gerade, wenn die SuS andere Tätigkeiten im Wald durchführen. Saisonal und die Jahreszeiten in der Hauswirtschaft  sind auch Themen, die an das fächerübergreifende Lernen anknüpfen.

Unter diesem LINK  sind die konkretisierten Anregungen und Überlegungen zum Hauswirtschafts-, bzw. Koch-Unterricht zu finden.

Sport

Vorschläge für Lernziele

Die spezifischen Lernziele des normalen Sportunterrichts bleiben die Gleichen. Neu dazu kommt die Umgebung: Sportunterricht im Freien, im Wald!

  • Die SuS nehmen die Umgebung im Wald mit allen Sinnen wahr.
  • Die SuS bewegen sich mit Spass und Freude  in der Natur.
  • Die SuS  erleben  mit sportlichen Bewegungsspielen und erlebnispädagogischen Aufgaben  den Wald.
  • Die SuS stärken durch erlebnispädagogische Spiele die Klassengemeinschaft.

Didaktische Anregungen

Der Wald bringt Körper und Geist des Sport treibenden Menschen zusammen, vereint die gesundheitlich und gesellschaftlich positiven Effekte des Sports mit

den seelisch positiven Wirkungen von Naturerfahrung und Walderlebnis.

Wo Kinder früher stundenlang durch Natur streiften und sich eigene Spiele ausdachten, ist das heute kaum noch der Fall. Da gilt es, einmal zurück zu rudern und Kindern und Jugendlichen die Natur wieder etwas näher zu bringen. Am besten gelingt das im Wald. Hier steht die Natur in einer solch verschwenderischen Fülle bereit, dass sich ohne grossartige Hilfsmittel vielerlei unterhaltsame und spannende Spiele durchführen lassen.

Sport ist gesund. Und noch gesünder ist er draussen in der Natur, denn dort gibt es die richtig frische Luft, mit der die SuS sich zusätzlich etwas Gutes gönnen. Für ein ungestörtes Walderlebnis, bei dem jeder seine Freizeit und Erholung geniessen kann, ist ein Miteinander und gegenseitige Rücksichtnahme entscheidend. Rücksichtnahme nicht nur auf andere Menschen, sondern auf das gesamte Ökosystem Wald. So helfen wir mit, dass sich auch andere Waldbesucher an einer intakten Natur erfreuen können.

Mögliche Aktivitäten

Die hier präsentierten Aktivitäten für Sportunterricht im Wald versuchen den SuS Spass und Freude an der Bewegung in der Natur näher zu bringen. Durch vielfältige Aktionen wird die Klasse motiviert sich im Freien ausgiebig zu bewegen. Gleichzeitig soll den SuS ein Gefühl für die Natur vermittelt werden, was heute bei vielen Kindern und Jugendlichen nicht mehr vorhanden ist. Dabei wird  ein Mix aus sportlichen Bewegungsspielen und erlebnispädagogischen Aktivitäten  präsentiert.

Durchaus sollen die SuS erleben,  dass Bewegung im Freien auch attraktiv sein kann. Ausserdem sollen vor allem die erlebnispädagogischen Spiele dafür sorgen, dass die Klassengemeinschaft gestärkt wird.

Auch kleine Schnitzeljagden können im Rahmen einer Wanderung, eines Projektes durch den Wald veranstaltet werden. Vorher sollte die Lehrperson an festgelegten Punkten Gegenstände verstecken oder kleine Aufgaben stellen, die die SuS dann auszuführen haben. So wird  Wanderung  oder das Projekt viel spannender.

Auch ohne Turnhalle können wir im Wald wunderbar Sport treiben. Bewegung an der frischen Luft tut gut und macht Spass. Nachfolgend finden Sie viele abwechslungsreiche Ideen für Spiele im Freien im Wald.

Unter diesem LINK  sind die konkretisierten Anregungen und Überlegungen zum Sport-Unterricht zu finden.

 

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