{"id":414,"date":"2020-02-26T17:21:08","date_gmt":"2020-02-26T16:21:08","guid":{"rendered":"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/verhalten\/?post_type=chapter&#038;p=414"},"modified":"2024-10-03T14:39:23","modified_gmt":"2024-10-03T12:39:23","slug":"einleitung-biologische-modelle","status":"publish","type":"chapter","link":"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/verhalten\/chapter\/einleitung-biologische-modelle\/","title":{"raw":"Einleitung: Biologische Modelle","rendered":"Einleitung: Biologische Modelle"},"content":{"raw":"<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\">Aus der Perspektive der biologischen Modelle ist abweichendes Verhalten eine Krankheit, die durch <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>k\u00f6rperliche Funktionsst\u00f6rungen<\/i><\/span> verursacht wird, vor allem durch Funktionsst\u00f6rungen des <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>Gehirns<\/i><\/span>. Verhalten und Erleben k\u00f6nnen deshalb nur dann umfassend verstanden werden, wenn die biologischen Grundlagen der Gedanken, Gef\u00fchle und Verhaltensweisen ber\u00fccksichtigt werden.<\/p>\r\n\r\n\r\n[caption id=\"attachment_789\" align=\"alignright\" width=\"173\"]<a href=\"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/verhalten\/wp-content\/uploads\/sites\/29\/2020\/02\/image-162.png\"><img class=\"wp-image-789 size-full\" src=\"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/verhalten\/wp-content\/uploads\/sites\/29\/2020\/02\/image-162.png\" alt=\"\" width=\"173\" height=\"297\" \/><\/a> (c) www.eika.net\/[\/caption]\r\n<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\">Was sind die Ursachen biologischer Abweichungen? Eine grosse Anzahl verschiedener Faktoren k\u00f6nnen daran beteilgt sein, von Kopfverletzungen, Ern\u00e4hrungs- und Stoffwechselproblemen \u00fcber Gef\u00e4sserkrankungen und Virusinfektionen bis zu genetischen und evolution\u00e4ren Faktoren.<\/p>\r\n<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\">Die biologischen Modelle wurden im Verlauf des 20. Jahrhunderts immer bedeutender, insbesondere seit den 1950er Jahren, als es gelang, verschiedene wirksame psychotrope Medikamente in reiner Form herzustellen oder zu synthetisieren. Diese Substanzen wirken auf die Denk- und Erlebensprozesse und d\u00e4mpfen in einigen F\u00e4llen die Symptome psychischer St\u00f6rungen. Die Prognosen f\u00fcr eine Reihe von Krankheiten wurden dadurch stark verbessert. Angstl\u00f6sende, antidepressive, antipsychotische und andere psychotrope Medikamente haben das Bild der Behandlung psychisch kranker Menschen ver\u00e4ndert, und sie werden heute h\u00e4ufig eingesetzt, entweder erg\u00e4nzend zu anderen Therapien oder als prim\u00e4re Therapieform (Comer, 2008).<\/p>\r\n<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\">Biologische Erkl\u00e4rungsmodelle f\u00fcr herausforderndes Verhalten werden haupts\u00e4chlich im Rahmen der <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>biologischen Psychologie<\/i><\/span> und der <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>Neuropsychologie<\/i><\/span> entwickelt. Weitere wissenschaftliche Richtungen im Kontext der biologischen Modellvorstellungen werden auf der folgenden Seite vorgestellt und definiert.<\/p>\r\n\r\n<div class=\"textbox\">Biologische Modelle abweichenden Verhaltens vermuten die Ursache in anatomischen oder biochemischen Problemen in Gehirn und K\u00f6rper. Die Hintergr\u00fcnde k\u00f6nnen genetischer oder evolution\u00e4rer Natur sein, oder auch Folgen von Virusinfektionen (Comer, 2008).<\/div>\r\n<h2 class=\"ilc_page_title_PageTitle\">Begriffe und Abgrenzungen<\/h2>\r\n[caption id=\"attachment_790\" align=\"alignright\" width=\"180\"]<a href=\"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/verhalten\/wp-content\/uploads\/sites\/29\/2020\/02\/image-163.png\"><img class=\"wp-image-790 size-full\" src=\"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/verhalten\/wp-content\/uploads\/sites\/29\/2020\/02\/image-163.png\" alt=\"\" width=\"180\" height=\"310\" \/><\/a> (c) planet-schule.de[\/caption]\r\n\r\n<em>Biologische Modelle<\/em> des Verhaltens und des herausfordernden Verhaltens werden von verschiedenen Forschungsdisziplinen angeboten; mit biologischen Erkl\u00e4rungen befassen sich unter anderem die <em>Neuropsychologie <\/em>und die <em>biologische Psychologie<\/em>, welche beiden zugleich die wichtigsten Disziplinen im hier verwendeten Kontext darstellen.\r\n<p class=\"ilc_page_title_PageTitle\"><span style=\"text-align: initial;font-size: 1em\">Im Folgenden sollen die wichtigsten dieser Forschungsdisziplinen ganz kurz charakterisiert werden, um die Hintergr\u00fcnde der biologischen Modelle verstehen und einordnen zu k\u00f6nnen (nach Birbaumer &amp; Schmidt, 2010).<\/span><\/p>\r\n\r\n<h3 class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\"><span class=\"ilc_text_inline_Strong\">Biologische Psychologie<\/span><\/h3>\r\n<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\">Die <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>biologische Psychologie<\/i><\/span> (oder Biopsychologie) besch\u00e4ftigt sich mit den Zusammenh\u00e4ngen zwischen biologischen Prozessen und Verhalten. Dabei werden die Lebensprozesse aller Organe des K\u00f6rpers, nicht nur des Gehirns, betrachtet, die f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis von Verhaltensleistungen von Bedeutung sind.<\/p>\r\n\r\n<h3 class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\"><span class=\"ilc_text_inline_Strong\">Physiologische Psychologie<\/span><\/h3>\r\n<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\">Die <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>physiologische Psychologie<\/i><\/span> (weitere Bezeichnungen f\u00fcr diese Disziplin sind <span class=\"ilc_text_inline_Emph\">Psychobiologie <\/span>oder <span class=\"ilc_text_inline_Emph\">Verhaltensneurowissenschaft<\/span>) untersucht die Beziehungen zwischen <span class=\"ilc_text_inline_Emph\">Gehirn und Verhalten<\/span>, vor allem mit Hilfe von Tierversuchen.<\/p>\r\n\r\n<h3 class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\"><span class=\"ilc_text_inline_Strong\">Neuropsychologie<\/span><\/h3>\r\n<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\">Die Methoden und Aufgaben der <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>Neuropsychologie<\/i> <\/span>gleichen denen der physiologischen Psychologie, konzentrieren sich aber auf den <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>Menschen<\/i><\/span>. Dabei stehen <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>Patienten<\/i> <\/span>mit St\u00f6rungen und Ausf\u00e4llen der Hirnt\u00e4tigkeit im Zentrum des Interesses, da sich Experimente am Gehirn des Menschen verbieten.<\/p>\r\n\r\n<h3 class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\"><span class=\"ilc_text_inline_Strong\">Psychophysiologie<\/span><\/h3>\r\n<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\">Die Psychophysiologie untersucht die Beziehungen zwischen verschiedenen biologischen Vorg\u00e4ngen am menschlichen Organismus mit <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>nichtinvasiven Registrier- und Messmethoden<\/i><\/span>.<\/p>\r\n<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\">Physiologische Psychologie, Neuropsychologie und Psychophysiologie werden als Teilgebiete der Biologischen Psychologie betrachtet (Birbaumer &amp; Schmidt, 2010).<\/p>\r\n\r\n<h3 class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\"><span class=\"ilc_text_inline_Strong\">Kognitive Neurowissenschaften<\/span><\/h3>\r\n<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\"><span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>Kognitive Neurowissenschaften<\/i><\/span> ist ein Sammelbegriff f\u00fcr die <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>interdisziplin\u00e4re Erforschung<\/i><\/span> kognitiver Leistungen, wie Wahrnehmung, Erkennen, Vorstellen, Wissen, Denken, Kommunikation und Handlungsplanung mit neurowissenschaftlichen Methoden.<\/p>\r\n\r\n<div class=\"ilc_section_AdvancedKnowledge ilCOPageSection\">\r\n<div class=\"textbox textbox--key-takeaways\">\r\n<div class=\"textbox__content\">\r\n\r\nVergleiche auch die Beschreibungen in Wikipedia: <a class=\"ilc_link_ExtLink\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Biopsychologie\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Biopsychologie<\/a>\r\n\r\noder ausf\u00fchrlicher: Petermann, F., Maercker, A., Lutz, W. &amp; Stangier, U. (2011). <span class=\"ilc_text_inline_Emph\">Klinische Psychologie - Grundlagen<\/span> (Bachelorstudium Psychologie). G\u00f6ttingen: Hogrefe. \u00abDie Hauptbereiche der biologischen Psychologie und ihre Methoden\u00bb\r\n\r\n<\/div>\r\n<\/div>\r\n<h2 class=\"ilc_page_title_PageTitle\">Biologische Erkl\u00e4rungen abweichenden Verhaltens<\/h2>\r\n<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\">Funktionsst\u00f6rungen des Gehirns werden als Hauptursache f\u00fcr abweichendes Verhalten angesehen, wobei vor allem Probleme der Hirnanatomie und -physiologie Beachtung finden (Comer, 2008).<\/p>\r\n\r\n\r\n[caption id=\"attachment_791\" align=\"alignright\" width=\"374\"]<a href=\"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/verhalten\/wp-content\/uploads\/sites\/29\/2020\/02\/image-164.png\"><img class=\"wp-image-791 size-full\" src=\"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/verhalten\/wp-content\/uploads\/sites\/29\/2020\/02\/image-164.png\" alt=\"\" width=\"374\" height=\"249\" \/><\/a> (c) skip.at\/[\/caption]\r\n<h3 class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\"><span class=\"ilc_text_inline_Strong\">Abweichendes Verhalten und psychische St\u00f6rung<\/span><\/h3>\r\n<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\">Das Gehirn enth\u00e4lt Milliarden von Nervenzellen, die <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>Neuronen<\/i><\/span>, und Milliarden von Hilfszellen (<span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>Gliazellen<\/i>). <\/span>Innerhalb des Gehirns bilden grosse Neuronenverb\u00e4nde anatomisch unterscheidbare Bereiche oder <span class=\"ilc_text_inline_Emph\">Hirnregionen<\/span>. Man nimmt an, dass abweichendes Verhalten auf St\u00f6rungen in den Zellen dieser Organe zur\u00fcckgehen und mit Funktionsst\u00f6rungen der Gehirnzellen zu tun haben k\u00f6nnte. Dabei kann es sich um <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>anatomische<\/i><\/span> oder <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>biochemische<\/i> <\/span>Probleme handeln. Im ersten Fall sind Gr\u00f6sse oder Form bestimmter Hirnbereiche abnorm, im zweiten Fall sind es chemische Substanzen, mit denen die Neuronen arbeiten, die fehlerhaft sind (Comer, 2008).<\/p>\r\n<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\">Biologisch orientierte Forschung fand heraus, dass psychische St\u00f6rungen mit \u00dcbertragungsproblemen elektrischer Impulse zusammenh\u00e4ngen k\u00f6nnen. Auch Abweichungen in der Aktivit\u00e4t verschiedener Neurotransmitter k\u00f6nnen eine Rolle spielen, ebenso wie St\u00f6rungen des endokrinen (hormonellen) Systems.<\/p>\r\n<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\">Daneben k\u00f6nnen biologische Dysfunktionen durch Kopfverletzungen, Gef\u00e4sserkrankungen oder virale Infekte zustande kommen. Und schliesslich k\u00f6nnen auch Faktoren wie Vererbung und Evolution (Mutationen) an krankmachenden Prozessen beteiligt sein.<\/p>\r\n\r\n<div class=\"ilc_section_AdvancedKnowledge ilCOPageSection\">\r\n<div class=\"textbox textbox--key-takeaways\">\r\n<div class=\"textbox__content\">Im Zuge neuropsychologischer Untersuchungen wurden eindeutige Beziehungen zwischen einer Reihe von psychischen St\u00f6rungen und St\u00f6rungen im Gehirn festgestellt. Ein Beispiel ist die <span class=\"ilc_text_inline_Emph\">Chorea Huntington<\/span>, eine degenerative Erkrankung, die gekennzeichnet ist durch heftige emotionale Ausbr\u00fcche, Ged\u00e4chtnis- und andere kognitive Beeintr\u00e4chtigungen, Wahnvorstellungen (n\u00e4mlich hartn\u00e4ckig vertretene, falsche und absurde \u00dcberzeugungen), Suizidgedanken und ausufernde, unkontrollierte K\u00f6rperbewegungen. Diese St\u00f6rung konnte auf einen Neuronenverlust im Nucleus caudatus, der zu den Basalganglien z\u00e4hlt und in das pr\u00e4frontale Hirnareal projiziert, zur\u00fcckgef\u00fchrt werden (Comer, 2008, S. 70).<\/div>\r\n<\/div>\r\n<h2 class=\"ilc_page_title_PageTitle\">Video: Herausforderndes Verhalten<\/h2>\r\n<h3 class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\"><span class=\"ilc_text_inline_Strong\">Herausforderndes Verhalten aus der Sicht von Neurologie und Trauma<\/span><\/h3>\r\n<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\">Im folgenden Videoausschnitt beschreibt Dr. med. Claudia Croos-M\u00fcller Sichtweisen auf <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>herausforderndes Verhalten aus der Perspektive von Neurologie und Trauma\u00a0<\/i><\/span>(Video aufgenommen an den Fortbildungstagen HfH im Januar 2014).<\/p>\r\n\r\n<figure class=\"wp-block-video\"><video src=\"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/verhalten\/wp-content\/uploads\/sites\/29\/2020\/02\/59_CroosTrauma1.mp4\" controls=\"controls\" width=\"1000\" height=\"150\"><track src=\"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/verhalten\/wp-content\/uploads\/sites\/29\/2020\/02\/59_CroosTrauma1.vtt\" srclang=\"de\" label=\"Deutsch\" kind=\"subtitles\" \/><\/video><\/figure>\r\n<\/div>\r\n<\/div>","rendered":"<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\">Aus der Perspektive der biologischen Modelle ist abweichendes Verhalten eine Krankheit, die durch <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>k\u00f6rperliche Funktionsst\u00f6rungen<\/i><\/span> verursacht wird, vor allem durch Funktionsst\u00f6rungen des <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>Gehirns<\/i><\/span>. Verhalten und Erleben k\u00f6nnen deshalb nur dann umfassend verstanden werden, wenn die biologischen Grundlagen der Gedanken, Gef\u00fchle und Verhaltensweisen ber\u00fccksichtigt werden.<\/p>\n<figure id=\"attachment_789\" aria-describedby=\"caption-attachment-789\" style=\"width: 173px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/verhalten\/wp-content\/uploads\/sites\/29\/2020\/02\/image-162.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-789 size-full\" src=\"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/verhalten\/wp-content\/uploads\/sites\/29\/2020\/02\/image-162.png\" alt=\"\" width=\"173\" height=\"297\" srcset=\"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/verhalten\/wp-content\/uploads\/sites\/29\/2020\/02\/image-162.png 173w, https:\/\/zuugs.hfh.ch\/verhalten\/wp-content\/uploads\/sites\/29\/2020\/02\/image-162-65x112.png 65w\" sizes=\"auto, (max-width: 173px) 100vw, 173px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-789\" class=\"wp-caption-text\">(c) www.eika.net\/<\/figcaption><\/figure>\n<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\">Was sind die Ursachen biologischer Abweichungen? Eine grosse Anzahl verschiedener Faktoren k\u00f6nnen daran beteilgt sein, von Kopfverletzungen, Ern\u00e4hrungs- und Stoffwechselproblemen \u00fcber Gef\u00e4sserkrankungen und Virusinfektionen bis zu genetischen und evolution\u00e4ren Faktoren.<\/p>\n<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\">Die biologischen Modelle wurden im Verlauf des 20. Jahrhunderts immer bedeutender, insbesondere seit den 1950er Jahren, als es gelang, verschiedene wirksame psychotrope Medikamente in reiner Form herzustellen oder zu synthetisieren. Diese Substanzen wirken auf die Denk- und Erlebensprozesse und d\u00e4mpfen in einigen F\u00e4llen die Symptome psychischer St\u00f6rungen. Die Prognosen f\u00fcr eine Reihe von Krankheiten wurden dadurch stark verbessert. Angstl\u00f6sende, antidepressive, antipsychotische und andere psychotrope Medikamente haben das Bild der Behandlung psychisch kranker Menschen ver\u00e4ndert, und sie werden heute h\u00e4ufig eingesetzt, entweder erg\u00e4nzend zu anderen Therapien oder als prim\u00e4re Therapieform (Comer, 2008).<\/p>\n<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\">Biologische Erkl\u00e4rungsmodelle f\u00fcr herausforderndes Verhalten werden haupts\u00e4chlich im Rahmen der <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>biologischen Psychologie<\/i><\/span> und der <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>Neuropsychologie<\/i><\/span> entwickelt. Weitere wissenschaftliche Richtungen im Kontext der biologischen Modellvorstellungen werden auf der folgenden Seite vorgestellt und definiert.<\/p>\n<div class=\"textbox\">Biologische Modelle abweichenden Verhaltens vermuten die Ursache in anatomischen oder biochemischen Problemen in Gehirn und K\u00f6rper. Die Hintergr\u00fcnde k\u00f6nnen genetischer oder evolution\u00e4rer Natur sein, oder auch Folgen von Virusinfektionen (Comer, 2008).<\/div>\n<h2 class=\"ilc_page_title_PageTitle\">Begriffe und Abgrenzungen<\/h2>\n<figure id=\"attachment_790\" aria-describedby=\"caption-attachment-790\" style=\"width: 180px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/verhalten\/wp-content\/uploads\/sites\/29\/2020\/02\/image-163.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-790 size-full\" src=\"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/verhalten\/wp-content\/uploads\/sites\/29\/2020\/02\/image-163.png\" alt=\"\" width=\"180\" height=\"310\" srcset=\"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/verhalten\/wp-content\/uploads\/sites\/29\/2020\/02\/image-163.png 180w, https:\/\/zuugs.hfh.ch\/verhalten\/wp-content\/uploads\/sites\/29\/2020\/02\/image-163-174x300.png 174w, https:\/\/zuugs.hfh.ch\/verhalten\/wp-content\/uploads\/sites\/29\/2020\/02\/image-163-65x112.png 65w\" sizes=\"auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-790\" class=\"wp-caption-text\">(c) planet-schule.de<\/figcaption><\/figure>\n<p><em>Biologische Modelle<\/em> des Verhaltens und des herausfordernden Verhaltens werden von verschiedenen Forschungsdisziplinen angeboten; mit biologischen Erkl\u00e4rungen befassen sich unter anderem die <em>Neuropsychologie <\/em>und die <em>biologische Psychologie<\/em>, welche beiden zugleich die wichtigsten Disziplinen im hier verwendeten Kontext darstellen.<\/p>\n<p class=\"ilc_page_title_PageTitle\"><span style=\"text-align: initial;font-size: 1em\">Im Folgenden sollen die wichtigsten dieser Forschungsdisziplinen ganz kurz charakterisiert werden, um die Hintergr\u00fcnde der biologischen Modelle verstehen und einordnen zu k\u00f6nnen (nach Birbaumer &amp; Schmidt, 2010).<\/span><\/p>\n<h3 class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\"><span class=\"ilc_text_inline_Strong\">Biologische Psychologie<\/span><\/h3>\n<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\">Die <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>biologische Psychologie<\/i><\/span> (oder Biopsychologie) besch\u00e4ftigt sich mit den Zusammenh\u00e4ngen zwischen biologischen Prozessen und Verhalten. Dabei werden die Lebensprozesse aller Organe des K\u00f6rpers, nicht nur des Gehirns, betrachtet, die f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis von Verhaltensleistungen von Bedeutung sind.<\/p>\n<h3 class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\"><span class=\"ilc_text_inline_Strong\">Physiologische Psychologie<\/span><\/h3>\n<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\">Die <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>physiologische Psychologie<\/i><\/span> (weitere Bezeichnungen f\u00fcr diese Disziplin sind <span class=\"ilc_text_inline_Emph\">Psychobiologie <\/span>oder <span class=\"ilc_text_inline_Emph\">Verhaltensneurowissenschaft<\/span>) untersucht die Beziehungen zwischen <span class=\"ilc_text_inline_Emph\">Gehirn und Verhalten<\/span>, vor allem mit Hilfe von Tierversuchen.<\/p>\n<h3 class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\"><span class=\"ilc_text_inline_Strong\">Neuropsychologie<\/span><\/h3>\n<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\">Die Methoden und Aufgaben der <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>Neuropsychologie<\/i> <\/span>gleichen denen der physiologischen Psychologie, konzentrieren sich aber auf den <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>Menschen<\/i><\/span>. Dabei stehen <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>Patienten<\/i> <\/span>mit St\u00f6rungen und Ausf\u00e4llen der Hirnt\u00e4tigkeit im Zentrum des Interesses, da sich Experimente am Gehirn des Menschen verbieten.<\/p>\n<h3 class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\"><span class=\"ilc_text_inline_Strong\">Psychophysiologie<\/span><\/h3>\n<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\">Die Psychophysiologie untersucht die Beziehungen zwischen verschiedenen biologischen Vorg\u00e4ngen am menschlichen Organismus mit <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>nichtinvasiven Registrier- und Messmethoden<\/i><\/span>.<\/p>\n<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\">Physiologische Psychologie, Neuropsychologie und Psychophysiologie werden als Teilgebiete der Biologischen Psychologie betrachtet (Birbaumer &amp; Schmidt, 2010).<\/p>\n<h3 class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\"><span class=\"ilc_text_inline_Strong\">Kognitive Neurowissenschaften<\/span><\/h3>\n<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\"><span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>Kognitive Neurowissenschaften<\/i><\/span> ist ein Sammelbegriff f\u00fcr die <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>interdisziplin\u00e4re Erforschung<\/i><\/span> kognitiver Leistungen, wie Wahrnehmung, Erkennen, Vorstellen, Wissen, Denken, Kommunikation und Handlungsplanung mit neurowissenschaftlichen Methoden.<\/p>\n<div class=\"ilc_section_AdvancedKnowledge ilCOPageSection\">\n<div class=\"textbox textbox--key-takeaways\">\n<div class=\"textbox__content\">\n<p>Vergleiche auch die Beschreibungen in Wikipedia: <a class=\"ilc_link_ExtLink\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Biopsychologie\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Biopsychologie<\/a><\/p>\n<p>oder ausf\u00fchrlicher: Petermann, F., Maercker, A., Lutz, W. &amp; Stangier, U. (2011). <span class=\"ilc_text_inline_Emph\">Klinische Psychologie &#8211; Grundlagen<\/span> (Bachelorstudium Psychologie). G\u00f6ttingen: Hogrefe. \u00abDie Hauptbereiche der biologischen Psychologie und ihre Methoden\u00bb<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<h2 class=\"ilc_page_title_PageTitle\">Biologische Erkl\u00e4rungen abweichenden Verhaltens<\/h2>\n<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\">Funktionsst\u00f6rungen des Gehirns werden als Hauptursache f\u00fcr abweichendes Verhalten angesehen, wobei vor allem Probleme der Hirnanatomie und -physiologie Beachtung finden (Comer, 2008).<\/p>\n<figure id=\"attachment_791\" aria-describedby=\"caption-attachment-791\" style=\"width: 374px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/verhalten\/wp-content\/uploads\/sites\/29\/2020\/02\/image-164.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-791 size-full\" src=\"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/verhalten\/wp-content\/uploads\/sites\/29\/2020\/02\/image-164.png\" alt=\"\" width=\"374\" height=\"249\" srcset=\"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/verhalten\/wp-content\/uploads\/sites\/29\/2020\/02\/image-164.png 374w, https:\/\/zuugs.hfh.ch\/verhalten\/wp-content\/uploads\/sites\/29\/2020\/02\/image-164-300x200.png 300w, https:\/\/zuugs.hfh.ch\/verhalten\/wp-content\/uploads\/sites\/29\/2020\/02\/image-164-65x43.png 65w, https:\/\/zuugs.hfh.ch\/verhalten\/wp-content\/uploads\/sites\/29\/2020\/02\/image-164-225x150.png 225w, https:\/\/zuugs.hfh.ch\/verhalten\/wp-content\/uploads\/sites\/29\/2020\/02\/image-164-350x233.png 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 374px) 100vw, 374px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-791\" class=\"wp-caption-text\">(c) skip.at\/<\/figcaption><\/figure>\n<h3 class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\"><span class=\"ilc_text_inline_Strong\">Abweichendes Verhalten und psychische St\u00f6rung<\/span><\/h3>\n<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\">Das Gehirn enth\u00e4lt Milliarden von Nervenzellen, die <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>Neuronen<\/i><\/span>, und Milliarden von Hilfszellen (<span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>Gliazellen<\/i>). <\/span>Innerhalb des Gehirns bilden grosse Neuronenverb\u00e4nde anatomisch unterscheidbare Bereiche oder <span class=\"ilc_text_inline_Emph\">Hirnregionen<\/span>. Man nimmt an, dass abweichendes Verhalten auf St\u00f6rungen in den Zellen dieser Organe zur\u00fcckgehen und mit Funktionsst\u00f6rungen der Gehirnzellen zu tun haben k\u00f6nnte. Dabei kann es sich um <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>anatomische<\/i><\/span> oder <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>biochemische<\/i> <\/span>Probleme handeln. Im ersten Fall sind Gr\u00f6sse oder Form bestimmter Hirnbereiche abnorm, im zweiten Fall sind es chemische Substanzen, mit denen die Neuronen arbeiten, die fehlerhaft sind (Comer, 2008).<\/p>\n<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\">Biologisch orientierte Forschung fand heraus, dass psychische St\u00f6rungen mit \u00dcbertragungsproblemen elektrischer Impulse zusammenh\u00e4ngen k\u00f6nnen. Auch Abweichungen in der Aktivit\u00e4t verschiedener Neurotransmitter k\u00f6nnen eine Rolle spielen, ebenso wie St\u00f6rungen des endokrinen (hormonellen) Systems.<\/p>\n<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\">Daneben k\u00f6nnen biologische Dysfunktionen durch Kopfverletzungen, Gef\u00e4sserkrankungen oder virale Infekte zustande kommen. Und schliesslich k\u00f6nnen auch Faktoren wie Vererbung und Evolution (Mutationen) an krankmachenden Prozessen beteiligt sein.<\/p>\n<div class=\"ilc_section_AdvancedKnowledge ilCOPageSection\">\n<div class=\"textbox textbox--key-takeaways\">\n<div class=\"textbox__content\">Im Zuge neuropsychologischer Untersuchungen wurden eindeutige Beziehungen zwischen einer Reihe von psychischen St\u00f6rungen und St\u00f6rungen im Gehirn festgestellt. Ein Beispiel ist die <span class=\"ilc_text_inline_Emph\">Chorea Huntington<\/span>, eine degenerative Erkrankung, die gekennzeichnet ist durch heftige emotionale Ausbr\u00fcche, Ged\u00e4chtnis- und andere kognitive Beeintr\u00e4chtigungen, Wahnvorstellungen (n\u00e4mlich hartn\u00e4ckig vertretene, falsche und absurde \u00dcberzeugungen), Suizidgedanken und ausufernde, unkontrollierte K\u00f6rperbewegungen. Diese St\u00f6rung konnte auf einen Neuronenverlust im Nucleus caudatus, der zu den Basalganglien z\u00e4hlt und in das pr\u00e4frontale Hirnareal projiziert, zur\u00fcckgef\u00fchrt werden (Comer, 2008, S. 70).<\/div>\n<\/div>\n<h2 class=\"ilc_page_title_PageTitle\">Video: Herausforderndes Verhalten<\/h2>\n<h3 class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\"><span class=\"ilc_text_inline_Strong\">Herausforderndes Verhalten aus der Sicht von Neurologie und Trauma<\/span><\/h3>\n<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\">Im folgenden Videoausschnitt beschreibt Dr. med. Claudia Croos-M\u00fcller Sichtweisen auf <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>herausforderndes Verhalten aus der Perspektive von Neurologie und Trauma\u00a0<\/i><\/span>(Video aufgenommen an den Fortbildungstagen HfH im Januar 2014).<\/p>\n<figure class=\"wp-block-video\"><video src=\"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/verhalten\/wp-content\/uploads\/sites\/29\/2020\/02\/59_CroosTrauma1.mp4\" controls=\"controls\" width=\"1000\" height=\"150\"><track src=\"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/verhalten\/wp-content\/uploads\/sites\/29\/2020\/02\/59_CroosTrauma1.vtt\" srclang=\"de\" label=\"Deutsch\" kind=\"subtitles\" \/><\/video><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aus der Perspektive der biologischen Modelle ist abweichendes Verhalten eine Krankheit, die durch k\u00f6rperliche Funktionsst\u00f6rungen verursacht wird, vor allem durch Funktionsst\u00f6rungen des Gehirns. Verhalten und Erleben k\u00f6nnen deshalb nur dann umfassend verstanden werden, wenn die biologischen Grundlagen der Gedanken, Gef\u00fchle und Verhaltensweisen ber\u00fccksichtigt werden. Was sind die Ursachen biologischer Abweichungen? Eine grosse Anzahl verschiedener Faktoren [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":19,"menu_order":1,"template":"","meta":{"pb_show_title":"on","pb_short_title":"","pb_subtitle":"","pb_authors":[],"pb_section_license":""},"categories":[],"chapter-type":[],"contributor":[],"license":[],"class_list":["post-414","chapter","type-chapter","status-publish","hentry"],"part":116,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/verhalten\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/414","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/verhalten\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters"}],"about":[{"href":"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/verhalten\/wp-json\/wp\/v2\/types\/chapter"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/verhalten\/wp-json\/wp\/v2\/users\/19"}],"version-history":[{"count":12,"href":"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/verhalten\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/414\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1794,"href":"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/verhalten\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/414\/revisions\/1794"}],"part":[{"href":"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/verhalten\/wp-json\/pressbooks\/v2\/parts\/116"}],"metadata":[{"href":"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/verhalten\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/414\/metadata\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/verhalten\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=414"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/verhalten\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=414"},{"taxonomy":"chapter-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/verhalten\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapter-type?post=414"},{"taxonomy":"contributor","embeddable":true,"href":"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/verhalten\/wp-json\/wp\/v2\/contributor?post=414"},{"taxonomy":"license","embeddable":true,"href":"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/verhalten\/wp-json\/wp\/v2\/license?post=414"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}