{"id":301,"date":"2020-02-19T18:00:10","date_gmt":"2020-02-19T17:00:10","guid":{"rendered":"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/verhalten\/?post_type=chapter&#038;p=301"},"modified":"2024-06-19T21:29:00","modified_gmt":"2024-06-19T19:29:00","slug":"kritik-der-humanistischen-modellen","status":"publish","type":"chapter","link":"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/verhalten\/chapter\/kritik-der-humanistischen-modellen\/","title":{"raw":"Kritik der humanistischen Modellen","rendered":"Kritik der humanistischen Modellen"},"content":{"raw":"<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\">Der Heterogenit\u00e4t der Ans\u00e4tze und Denkmodelle, die unter der humanistischen Psychologie subsumiert werden, entspricht die Heterogenit\u00e4t der Einsch\u00e4tzungen dieser Modelle durch die zitierten Autoren. Das Spektrum reicht von bedingungsloser Annahme aller Postulate und Gedanken bis zu relativ kritischen Rezeptionen und kritischer Auseinandersetzung. So schreibt Comer (2008): Trotz seiner Qualit\u00e4ten ger\u00e4t das humanistisch-existenzialistische Modell gerade wegen seiner Betonung der abstrakten Aspekte der menschlichen Sinnsuche in Schwierigkeiten: Diese Aspekte sind der Forschung nicht zug\u00e4nglich. Obschon Rogers selbst seine Methoden mit empirischen Tests \u00fcberpr\u00fcfte, lehnen die Humanisten und Existenzialisten im allgemeinen die experimentellen Methoden ab. Sie glauben, dass diese Methoden ihre Ideen nicht angemessen \u00fcberpr\u00fcfen k\u00f6nnen, und sie behaupten, dass den heutigen Forschern die feinen, inneren Erfahrungen gew\u00f6hnlich entgehen, da sie nur das beachten, was sie objektiv definieren k\u00f6nnen. Die Humanisten und Existenzialisten versuchen, ihre Ansichten durch Logik, Introspektion und Einzelfallstudien plausibel zu machen. Zwar sind sie mit dieser Position aufrichtig und prinzipientreu, doch sie f\u00fchrt dazu, dass das Modell nur begrenzte empirische Pr\u00fcfung oder Best\u00e4tigung erfahren hat.<\/p>\r\n<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\">Und Gr\u00f6schke schreibt (1992, S. 126): Hier [besteht] eine gewisse Gefahr im Denken der Humanistischen Psychologie: Ihre Vorliebe f\u00fcr das kraftvolle, gesunde, reife, autonome und sich selbst verwirklichende Individuum verkennt nicht nur leicht die psychosoziale Wirklichkeit des \u00abgew\u00f6hnlichen\u00bb Menschen, sondern k\u00f6nnte unter der Hand sogar in einen Inhumanismus umschlagen, in dem \u00abweniger entwickelte Personen\u00bb unter Umst\u00e4nden als \u00abweniger menschlich\u00bb gelten k\u00f6nnten, weil ihre \u00f6konomische, soziale oder ethnische (oder auch psychophysische) Situation ihnen keine Chance gibt, die menschlichen F\u00e4higkeiten und Potenziale herauszubilden, die das Hauptinteresse der humanistischen Psychologie sind (nach Graumann, 1980).<\/p>\r\n\r\n<h2 class=\"ilc_page_title_PageTitle\">Kritischer Kommentar (Straub, 2012)<\/h2>\r\n<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\">Eine <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>kritische Auseinandersetzung<\/i><\/span> mit der humanistischen Psychologie und ihren mannigfachen esoterischen Verzweigungen findet sich im Band von Straub (2012), dessen Vorwort hier teilweise zitiert wird:<\/p>\r\n\r\n<blockquote>\r\n<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_StandardMitEinzug\">Die Humanistische Psychologie trug massgeblich zum Siegeszug der (Wissenschaft) der Psychologie bei, die sich von Anfang an und ganz besonders auch als Humanistische Psychologie einem praktischen Programm verschrieben hatte, das entschieden und voller Optimismus auf die Optimierung des Menschen setzte. Dabei st\u00fctzte und bezog sie sich, wie ihr Name schon sagt, auf die schillernde Tradition des Humanismus. Es gab in der Psychologie des 20. Jahrhunderts eine einst durchaus machtvolle humanistische Bewegung, die in der Wissenschaft und in der beruflichen und privaten Praxis zahlloser Menschen deutliche Spuren hinterlassen hat.<\/p>\r\n<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_StandardMitEinzug\">[...] Die Humanistische Psychologie war und ist eine vielf\u00e4ltige und durchaus zwiesp\u00e4ltige Angelegenheit. F\u00fcr sie gilt, was auch auf den (Begriff des) Humanismus im Allgemeinen zutrifft: Nicht alles, was in seinem Namen ausgedacht und vollbracht worden ist, verbuchen wir heute einfach als Gewinn und Bereicherung, Wer sich seiner verzweigten Tradition erinnern m\u00f6chte und aus ihr lernen will, kommt um Revisionen und Reinventionen nicht herum. Bevor derartige Erneuerungen versucht werden k\u00f6nnen, bedarf es verl\u00e4sslicher, tragf\u00e4higer Rekonstruktionen der Geschichte und Gegenwart.<\/p>\r\n<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_StandardMitEinzug\">[...] Diese Psychologie wollte die wissenschaftliche Erfahrungs- und Erkenntnisbildung von vorneherein nicht als praktisch folgenlose I'art pour l'art begreifen und betreiben, ganz im Gegenteil. Sie startete mit einem heute doch etwas grandios erscheinenden Programm. Sie wollte nichts weniger, als der Menschheit einen Weg aus der Misere weisen. Sie trat mit einem wahrlich verheissungsvollen Versprechen auf die B\u00fchne einer von Konflikten und Krisen geplagten Welt. Sie k\u00fcndigte an, ganz im Sinne der oben enw\u00e4hnten Optimierung des Menschen, nichts weniger als einen neuen Menschen zu formen. Dies sollte auf dem fruchtbaren Boden einer neuen Psychologie gelingen, die als eine dezidiert \u00abpositiv\u00bb eingestellte Unternehmung konzipiert war. Als solche wollte die Humanistische Psychologie, anders als die um Defizite, St\u00f6rungen oder Krankheiten besorgte Psychologie vorangegangener Zeiten, an den faszinierenden F\u00e4higkeiten und Fertigkeiten, insbesondere an den kreativen Potenzialen und keineswegs schon ausgesch\u00f6pften M\u00f6glichkeiten des Menschen ansetzen.<\/p>\r\n<\/blockquote>\r\n<h2>Literatur<\/h2>\r\n<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\">Straub, J\u00fcrgen (Hrsg.). (2012). <i><span class=\"ilc_text_inline_Emph\">Der sich selbst verwirklichende Mensch. \u00dcber den Humanismus der humanistischen Psychologie<\/span>. <\/i>Bielefeld: Transcript.<\/p>\r\n\r\n<h2 class=\"ilc_page_title_PageTitle\">Humanistische Psychologie und Forschung<\/h2>\r\n<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\">Die <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>humanistische Psychologie<\/i><\/span> f\u00fchrt heute eher ein Schattendasein und hat wenig Auswirkungen auf Forschung, Lehre und Praxis der Psychologie. Die DGP (Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Psychologie) f\u00fchrt z. B. unter ihren 15 Fachgruppen keine zur humanistischen Psychologie. Als eigenst\u00e4ndige Bewegung innerhalb der Psychologie scheint sich die humanistische Psychologie in Aufl\u00f6sung zu befinden (Kollbrunner, 2012).<\/p>\r\n<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\">Das Modell der <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>qualitativen Forschung<\/i><\/span>, f\u00fcr das die humanistische Psychologie pr\u00e4destiniert w\u00e4re, hat innnerhalb der humanistischen Psychologie keine Bedeutung erlangt, w\u00e4hrend es in den Sozialwissenschaften eine zunehmende\u00a0 Verbreitung und Akzeptanz erreicht hat.<\/p>\r\n<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_StandardMitEinzug\">Die Humanistische Psychologie hat es nicht geschafft, den ihr besonders nahe stehenden \u00abidiographischen (qualitativen, geisteswissenschaftlichen) Ansatz zum Erkenntnisgewinn\u00bb,\u00a0 in welchem dem Erleben des untersuchten Subjekts und der Subjektivit\u00e4t des Forschers hohe Aufmerksamkeit gewidmet werden (Jaeggi 2002), dem nomothetischen (quantitativen, naturwissenschaftlichen) als gleichwertig gegen\u00fcberzustellen. Sie hat sich nie ganz von den Methoden der naturwissenschaftlich konzipierten Psychologie befreit (Kollbrunner, 2012).<\/p>\r\nEs gibt jedoch auch <strong>Lichtblicke:<\/strong> In neueren Arbeiten verkn\u00fcpft Lux (2007) den Personzentrierten Ansatz mit neurowissenschaftlichen Konzepten. Er kann anhand klinischer Beispiele die Wirkung der Personzentrierten Psychotherapie aus neurowissenschaftlicher Sicht nachweisen und belegt damit die Bedeutung des achtsamen Eingehens auf die Gef\u00fchle des Gegen\u00fcbers (S. 163).\r\n<h2>Literatur<\/h2>\r\nLux, M. (2007). <em>Der Personzentrierte Ansatz und die Neurowissenschaften<\/em>. M\u00fcnchen: Reinhardt.","rendered":"<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\">Der Heterogenit\u00e4t der Ans\u00e4tze und Denkmodelle, die unter der humanistischen Psychologie subsumiert werden, entspricht die Heterogenit\u00e4t der Einsch\u00e4tzungen dieser Modelle durch die zitierten Autoren. Das Spektrum reicht von bedingungsloser Annahme aller Postulate und Gedanken bis zu relativ kritischen Rezeptionen und kritischer Auseinandersetzung. So schreibt Comer (2008): Trotz seiner Qualit\u00e4ten ger\u00e4t das humanistisch-existenzialistische Modell gerade wegen seiner Betonung der abstrakten Aspekte der menschlichen Sinnsuche in Schwierigkeiten: Diese Aspekte sind der Forschung nicht zug\u00e4nglich. Obschon Rogers selbst seine Methoden mit empirischen Tests \u00fcberpr\u00fcfte, lehnen die Humanisten und Existenzialisten im allgemeinen die experimentellen Methoden ab. Sie glauben, dass diese Methoden ihre Ideen nicht angemessen \u00fcberpr\u00fcfen k\u00f6nnen, und sie behaupten, dass den heutigen Forschern die feinen, inneren Erfahrungen gew\u00f6hnlich entgehen, da sie nur das beachten, was sie objektiv definieren k\u00f6nnen. Die Humanisten und Existenzialisten versuchen, ihre Ansichten durch Logik, Introspektion und Einzelfallstudien plausibel zu machen. Zwar sind sie mit dieser Position aufrichtig und prinzipientreu, doch sie f\u00fchrt dazu, dass das Modell nur begrenzte empirische Pr\u00fcfung oder Best\u00e4tigung erfahren hat.<\/p>\n<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\">Und Gr\u00f6schke schreibt (1992, S. 126): Hier [besteht] eine gewisse Gefahr im Denken der Humanistischen Psychologie: Ihre Vorliebe f\u00fcr das kraftvolle, gesunde, reife, autonome und sich selbst verwirklichende Individuum verkennt nicht nur leicht die psychosoziale Wirklichkeit des \u00abgew\u00f6hnlichen\u00bb Menschen, sondern k\u00f6nnte unter der Hand sogar in einen Inhumanismus umschlagen, in dem \u00abweniger entwickelte Personen\u00bb unter Umst\u00e4nden als \u00abweniger menschlich\u00bb gelten k\u00f6nnten, weil ihre \u00f6konomische, soziale oder ethnische (oder auch psychophysische) Situation ihnen keine Chance gibt, die menschlichen F\u00e4higkeiten und Potenziale herauszubilden, die das Hauptinteresse der humanistischen Psychologie sind (nach Graumann, 1980).<\/p>\n<h2 class=\"ilc_page_title_PageTitle\">Kritischer Kommentar (Straub, 2012)<\/h2>\n<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\">Eine <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>kritische Auseinandersetzung<\/i><\/span> mit der humanistischen Psychologie und ihren mannigfachen esoterischen Verzweigungen findet sich im Band von Straub (2012), dessen Vorwort hier teilweise zitiert wird:<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_StandardMitEinzug\">Die Humanistische Psychologie trug massgeblich zum Siegeszug der (Wissenschaft) der Psychologie bei, die sich von Anfang an und ganz besonders auch als Humanistische Psychologie einem praktischen Programm verschrieben hatte, das entschieden und voller Optimismus auf die Optimierung des Menschen setzte. Dabei st\u00fctzte und bezog sie sich, wie ihr Name schon sagt, auf die schillernde Tradition des Humanismus. Es gab in der Psychologie des 20. Jahrhunderts eine einst durchaus machtvolle humanistische Bewegung, die in der Wissenschaft und in der beruflichen und privaten Praxis zahlloser Menschen deutliche Spuren hinterlassen hat.<\/p>\n<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_StandardMitEinzug\">[&#8230;] Die Humanistische Psychologie war und ist eine vielf\u00e4ltige und durchaus zwiesp\u00e4ltige Angelegenheit. F\u00fcr sie gilt, was auch auf den (Begriff des) Humanismus im Allgemeinen zutrifft: Nicht alles, was in seinem Namen ausgedacht und vollbracht worden ist, verbuchen wir heute einfach als Gewinn und Bereicherung, Wer sich seiner verzweigten Tradition erinnern m\u00f6chte und aus ihr lernen will, kommt um Revisionen und Reinventionen nicht herum. Bevor derartige Erneuerungen versucht werden k\u00f6nnen, bedarf es verl\u00e4sslicher, tragf\u00e4higer Rekonstruktionen der Geschichte und Gegenwart.<\/p>\n<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_StandardMitEinzug\">[&#8230;] Diese Psychologie wollte die wissenschaftliche Erfahrungs- und Erkenntnisbildung von vorneherein nicht als praktisch folgenlose I&#8217;art pour l&#8217;art begreifen und betreiben, ganz im Gegenteil. Sie startete mit einem heute doch etwas grandios erscheinenden Programm. Sie wollte nichts weniger, als der Menschheit einen Weg aus der Misere weisen. Sie trat mit einem wahrlich verheissungsvollen Versprechen auf die B\u00fchne einer von Konflikten und Krisen geplagten Welt. Sie k\u00fcndigte an, ganz im Sinne der oben enw\u00e4hnten Optimierung des Menschen, nichts weniger als einen neuen Menschen zu formen. Dies sollte auf dem fruchtbaren Boden einer neuen Psychologie gelingen, die als eine dezidiert \u00abpositiv\u00bb eingestellte Unternehmung konzipiert war. Als solche wollte die Humanistische Psychologie, anders als die um Defizite, St\u00f6rungen oder Krankheiten besorgte Psychologie vorangegangener Zeiten, an den faszinierenden F\u00e4higkeiten und Fertigkeiten, insbesondere an den kreativen Potenzialen und keineswegs schon ausgesch\u00f6pften M\u00f6glichkeiten des Menschen ansetzen.<\/p>\n<\/blockquote>\n<h2>Literatur<\/h2>\n<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\">Straub, J\u00fcrgen (Hrsg.). (2012). <i><span class=\"ilc_text_inline_Emph\">Der sich selbst verwirklichende Mensch. \u00dcber den Humanismus der humanistischen Psychologie<\/span>. <\/i>Bielefeld: Transcript.<\/p>\n<h2 class=\"ilc_page_title_PageTitle\">Humanistische Psychologie und Forschung<\/h2>\n<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\">Die <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>humanistische Psychologie<\/i><\/span> f\u00fchrt heute eher ein Schattendasein und hat wenig Auswirkungen auf Forschung, Lehre und Praxis der Psychologie. Die DGP (Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Psychologie) f\u00fchrt z. B. unter ihren 15 Fachgruppen keine zur humanistischen Psychologie. 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