{"id":289,"date":"2020-02-19T17:56:47","date_gmt":"2020-02-19T16:56:47","guid":{"rendered":"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/verhalten\/?post_type=chapter&#038;p=289"},"modified":"2024-06-19T08:26:49","modified_gmt":"2024-06-19T06:26:49","slug":"einleitung-humanistische-modelle","status":"publish","type":"chapter","link":"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/verhalten\/chapter\/einleitung-humanistische-modelle\/","title":{"raw":"Einleitung: Humanistische Modelle","rendered":"Einleitung: Humanistische Modelle"},"content":{"raw":"<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\">Die <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>humanistische<\/i> <i>Psychologie<\/i><\/span> entstand in den USA anfangs der 1960er Jahre, vor allem als Reaktion auf den damals in Amerika vorherrschenden Behaviorismus, aber auch als Abgrenzung gegen\u00fcber der Psychoanalyse. Sie wird deshalb oft als dritte Kraft neben den beiden erw\u00e4hnten Richtungen bezeichnet und umfasst unterschiedliche Ans\u00e4tze (Gr\u00f6schke, 1992). Im Sinne des Humanismus und der Existenzphilosophie will die humanistische Psychologie den Menschen in seiner allt\u00e4glichen sozialen Wirklichkeit, als sinnorientierte Ganzheit mit dem Ziel der Selbstverwirklichung und Autonomie begreifen (Kriz, 2014).<\/p>\r\n\r\n\r\n[caption id=\"attachment_679\" align=\"alignright\" width=\"279\"]<a href=\"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/verhalten\/wp-content\/uploads\/sites\/29\/2020\/02\/image-90.png\"><img class=\"wp-image-679 size-full\" src=\"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/verhalten\/wp-content\/uploads\/sites\/29\/2020\/02\/image-90.png\" alt=\"Die Grafik zeigt die Bed\u00fcrfnispyramide nach Maslow. Die Reihenfolge von oben nach unten: Selbstverwirklichung (Ideen umsetzen), Ich-Bed\u00fcrfnisse (Macht, Status, Anerkennung), Soziale Bed\u00fcrfnisse (Verhalten zu Chef, Kollegen), Sicherheitsbed\u00fcrfnis (Schutz vor Gewitter und Rauswurf), Psychologische Bed\u00fcrfnisse (Essen, Trinken, W\u00e4rme, Sex, ...)\" width=\"279\" height=\"240\" \/><\/a> (c) webquests.ch[\/caption]\r\n<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\">Der Mensch besteht aus mehr als aus seinen organischen Prozessen, psychischen Konflikten, gelernten Verhaltensweisen und Kognitionen. Er verf\u00fcgt \u00fcber die F\u00e4higkeit, sich mit komplexen und anspruchsvollen philosophischen Konzepten, wie z.B. Selbstbewusstsein, Werten, Sinn und Freiheit, auseinanderzusetzen und sie in sein Leben zu integrieren (Comer, 2008).<\/p>\r\n<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\"><span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>Humanistische<\/i><\/span> und <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>existenzialistische<\/i> <\/span><i>Theorien<\/i> werden gew\u00f6hnlich zusammengefasst, weil sie beide die oben erw\u00e4hnten umfassenderen Dimensionen des menschlichen Daseins betonen. Zugleich gibt es einige wichtige Unterschiede zwischen den beiden Gruppen:<\/p>\r\n<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\">Die <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>humanistischen Theorien<\/i><\/span> postulieren, dass die Menschen mit einer nat\u00fcrlichen Neigung zu Freundlichkeit, Kooperationsbereitschaft und Sch\u00f6pfertum geboren werden und sich selbst verwirklichen m\u00f6chten. Das gelingt ihnen, wenn sie ihre Schw\u00e4chen genauso ehrlich w\u00fcrdigen und akzeptieren k\u00f6nnen wie ihre St\u00e4rken, und wenn sie ein befriedigendes pers\u00f6nliches Wertesystem entwickeln und danach leben k\u00f6nnen (Comer, 2008).<\/p>\r\n<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\">Von zentraler Bedeutung f\u00fcr die humanistische Psychologie ist das bewusste Erleben, die Ganzheit von Kognitionen, Motivationen und Emotionen der sich selbst und die Umwelt wahrnehmenden und erfahrenden Person. Der Mensch besitzt eine Tendenz zur <span class=\"ilc_text_inline_Emph\" style=\"font-style: italic\">Selbstverwirklichung<\/span>, und wenn es ihm gelingt, gem\u00e4ss dieser Tendenz zu handeln, f\u00fchrt sie ihn zu gr\u00f6sserer Autonomie, Selbsterf\u00fcllung und Sinnfindung (Nolting &amp; Paulus, 2012).<\/p>\r\n<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\">Die <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>existenzialistisch-humanistische Gruppe<\/i><\/span> glaubt ebenfalls, dass Menschen sich ihrer selbst bewusst sein und ein subjektiv sinnvolles, <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>authentisches<\/i><\/span> Leben f\u00fchren wollen. Selbstverwirklichung bedeutet die vom Individuum immer wieder zu leistende Aufgabe, in selbstbestimmten Lebensentw\u00fcrfen dem Leben und der eigenen Existenz Sinn zu verleihen. So wird das Individuum zum Sch\u00f6pfer seiner selbst und kreiert sich immer wieder neu (Nolting &amp; Paulus, 2012). Diejenigen, die sich lieber vor Verantwortung und Entscheidungen \u00abdr\u00fccken\u00bb, werden sich als hilflos und schwach wahrnehmen, was zu Sinnkrisen und existenziellem Schulderleben f\u00fchrt (Comer, 2008).<\/p>\r\n\r\n<h2 class=\"ilc_page_title_PageTitle\">Begriffe und Richtungen<\/h2>\r\n<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\"><span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>Humanistische Modelle<\/i><\/span> umfassen viele Gruppierungen und Schulen: sowohl theoretische (psychologische, p\u00e4dagogische) <span class=\"ilc_text_inline_Emph\">Theorien <\/span>als auch <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>psychotherapeutische<\/i> <\/span>Konzepte, daneben aber auch Konzepte und <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>Selbsterfahrungsangebote<\/i> <\/span>aus dem Alltag, die als popularisierte Versatzst\u00fccke aus der Psychologie eher den Bereich der Esoterik abdecken (Straub, 2012). Alle diese Theorien und Schulen berufen sich auf Grundlagen und Vorl\u00e4ufer aus verschiedensten philosophischen Traditionen, von der Antike bis in die Neuzeit. Die Auswahl dieser Vorl\u00e4ufer ist vielf\u00e4ltig, heterogen und einigermassen beliebig, wie man unschwer durch eine Recherche im Internet feststellen kann.<\/p>\r\n<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\">Die <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>humanistische Psychologie<\/i> <\/span>ist keine wohldefinierte psychologische Disziplin, sondern hat sich innerhalb und ausserhalb der akademischen Psychologie \u00fcber ein halbes Jahrhundert bis heute auf unterschiedlichsten Wegen und eher chaotisch entwickelt (Kollbrunner, 2012). Aus der fr\u00fchen Bewegung der humanistischen Psychologie entstand bald ein riesiger Markt aus allen m\u00f6glichen psychologischen und esoterischen Angeboten, die von Therapierichtungen \u00fcber Selbsterfahrungsangebote bis zu Scharlatanerie reichen (Kollbrunner, 2012).<\/p>\r\n<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\">Zentrale Impulse der fr\u00fchen humanistischen Psychologie finden sich in <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>humanistisch-psychologischen Therapien<\/i><\/span>, wie der <i><span class=\"ilc_text_inline_Emph\">klientenzentrierten Psychotherapie<\/span>(<span class=\"ilc_text_inline_Emph\">Gespr\u00e4chspsychotherapie<\/span>)<\/i>, der <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>Gestalttherapie<\/i><\/span>, der <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>Bioenergetik<\/i><\/span>, im <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>Psychodrama<\/i> <\/span>und in der <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>Transaktionsanalyse<\/i><\/span>, in verschiedenen <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>K\u00f6rpertherapien<\/i><\/span> und <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>Familientherapien<\/i><\/span>, ferner in der <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>P\u00e4dagogik<\/i> <\/span>(z. B. die <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>Themenzentrierte Interaktion<\/i>,<\/span> TZI), in der <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>Organisationsentwicklung<\/i> <\/span>und in <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>politischen Bewegungen<\/i><\/span> (Friedens-, Feminimusbewegung und anderen). Alle diese Therapie- und Selbsterfahrungsmodelle beziehen sich zwar in mancherlei Beziehung auf die humanistische Psychologie, sind aber letzlich doch zu heterogen, um unter einem gemeinsamen Konzept zusammengefasst zu werden (Kollbrunner, 2012).<\/p>","rendered":"<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\">Die <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>humanistische<\/i> <i>Psychologie<\/i><\/span> entstand in den USA anfangs der 1960er Jahre, vor allem als Reaktion auf den damals in Amerika vorherrschenden Behaviorismus, aber auch als Abgrenzung gegen\u00fcber der Psychoanalyse. Sie wird deshalb oft als dritte Kraft neben den beiden erw\u00e4hnten Richtungen bezeichnet und umfasst unterschiedliche Ans\u00e4tze (Gr\u00f6schke, 1992). Im Sinne des Humanismus und der Existenzphilosophie will die humanistische Psychologie den Menschen in seiner allt\u00e4glichen sozialen Wirklichkeit, als sinnorientierte Ganzheit mit dem Ziel der Selbstverwirklichung und Autonomie begreifen (Kriz, 2014).<\/p>\n<figure id=\"attachment_679\" aria-describedby=\"caption-attachment-679\" style=\"width: 279px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/verhalten\/wp-content\/uploads\/sites\/29\/2020\/02\/image-90.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-679 size-full\" src=\"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/verhalten\/wp-content\/uploads\/sites\/29\/2020\/02\/image-90.png\" alt=\"Die Grafik zeigt die Bed\u00fcrfnispyramide nach Maslow. Die Reihenfolge von oben nach unten: Selbstverwirklichung (Ideen umsetzen), Ich-Bed\u00fcrfnisse (Macht, Status, Anerkennung), Soziale Bed\u00fcrfnisse (Verhalten zu Chef, Kollegen), Sicherheitsbed\u00fcrfnis (Schutz vor Gewitter und Rauswurf), Psychologische Bed\u00fcrfnisse (Essen, Trinken, W\u00e4rme, Sex, ...)\" width=\"279\" height=\"240\" srcset=\"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/verhalten\/wp-content\/uploads\/sites\/29\/2020\/02\/image-90.png 279w, https:\/\/zuugs.hfh.ch\/verhalten\/wp-content\/uploads\/sites\/29\/2020\/02\/image-90-65x56.png 65w, https:\/\/zuugs.hfh.ch\/verhalten\/wp-content\/uploads\/sites\/29\/2020\/02\/image-90-225x194.png 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 279px) 100vw, 279px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-679\" class=\"wp-caption-text\">(c) webquests.ch<\/figcaption><\/figure>\n<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\">Der Mensch besteht aus mehr als aus seinen organischen Prozessen, psychischen Konflikten, gelernten Verhaltensweisen und Kognitionen. Er verf\u00fcgt \u00fcber die F\u00e4higkeit, sich mit komplexen und anspruchsvollen philosophischen Konzepten, wie z.B. Selbstbewusstsein, Werten, Sinn und Freiheit, auseinanderzusetzen und sie in sein Leben zu integrieren (Comer, 2008).<\/p>\n<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\"><span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>Humanistische<\/i><\/span> und <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>existenzialistische<\/i> <\/span><i>Theorien<\/i> werden gew\u00f6hnlich zusammengefasst, weil sie beide die oben erw\u00e4hnten umfassenderen Dimensionen des menschlichen Daseins betonen. Zugleich gibt es einige wichtige Unterschiede zwischen den beiden Gruppen:<\/p>\n<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\">Die <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>humanistischen Theorien<\/i><\/span> postulieren, dass die Menschen mit einer nat\u00fcrlichen Neigung zu Freundlichkeit, Kooperationsbereitschaft und Sch\u00f6pfertum geboren werden und sich selbst verwirklichen m\u00f6chten. Das gelingt ihnen, wenn sie ihre Schw\u00e4chen genauso ehrlich w\u00fcrdigen und akzeptieren k\u00f6nnen wie ihre St\u00e4rken, und wenn sie ein befriedigendes pers\u00f6nliches Wertesystem entwickeln und danach leben k\u00f6nnen (Comer, 2008).<\/p>\n<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\">Von zentraler Bedeutung f\u00fcr die humanistische Psychologie ist das bewusste Erleben, die Ganzheit von Kognitionen, Motivationen und Emotionen der sich selbst und die Umwelt wahrnehmenden und erfahrenden Person. Der Mensch besitzt eine Tendenz zur <span class=\"ilc_text_inline_Emph\" style=\"font-style: italic\">Selbstverwirklichung<\/span>, und wenn es ihm gelingt, gem\u00e4ss dieser Tendenz zu handeln, f\u00fchrt sie ihn zu gr\u00f6sserer Autonomie, Selbsterf\u00fcllung und Sinnfindung (Nolting &amp; Paulus, 2012).<\/p>\n<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\">Die <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>existenzialistisch-humanistische Gruppe<\/i><\/span> glaubt ebenfalls, dass Menschen sich ihrer selbst bewusst sein und ein subjektiv sinnvolles, <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>authentisches<\/i><\/span> Leben f\u00fchren wollen. Selbstverwirklichung bedeutet die vom Individuum immer wieder zu leistende Aufgabe, in selbstbestimmten Lebensentw\u00fcrfen dem Leben und der eigenen Existenz Sinn zu verleihen. So wird das Individuum zum Sch\u00f6pfer seiner selbst und kreiert sich immer wieder neu (Nolting &amp; Paulus, 2012). Diejenigen, die sich lieber vor Verantwortung und Entscheidungen \u00abdr\u00fccken\u00bb, werden sich als hilflos und schwach wahrnehmen, was zu Sinnkrisen und existenziellem Schulderleben f\u00fchrt (Comer, 2008).<\/p>\n<h2 class=\"ilc_page_title_PageTitle\">Begriffe und Richtungen<\/h2>\n<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\"><span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>Humanistische Modelle<\/i><\/span> umfassen viele Gruppierungen und Schulen: sowohl theoretische (psychologische, p\u00e4dagogische) <span class=\"ilc_text_inline_Emph\">Theorien <\/span>als auch <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>psychotherapeutische<\/i> <\/span>Konzepte, daneben aber auch Konzepte und <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>Selbsterfahrungsangebote<\/i> <\/span>aus dem Alltag, die als popularisierte Versatzst\u00fccke aus der Psychologie eher den Bereich der Esoterik abdecken (Straub, 2012). Alle diese Theorien und Schulen berufen sich auf Grundlagen und Vorl\u00e4ufer aus verschiedensten philosophischen Traditionen, von der Antike bis in die Neuzeit. Die Auswahl dieser Vorl\u00e4ufer ist vielf\u00e4ltig, heterogen und einigermassen beliebig, wie man unschwer durch eine Recherche im Internet feststellen kann.<\/p>\n<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\">Die <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>humanistische Psychologie<\/i> <\/span>ist keine wohldefinierte psychologische Disziplin, sondern hat sich innerhalb und ausserhalb der akademischen Psychologie \u00fcber ein halbes Jahrhundert bis heute auf unterschiedlichsten Wegen und eher chaotisch entwickelt (Kollbrunner, 2012). Aus der fr\u00fchen Bewegung der humanistischen Psychologie entstand bald ein riesiger Markt aus allen m\u00f6glichen psychologischen und esoterischen Angeboten, die von Therapierichtungen \u00fcber Selbsterfahrungsangebote bis zu Scharlatanerie reichen (Kollbrunner, 2012).<\/p>\n<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\">Zentrale Impulse der fr\u00fchen humanistischen Psychologie finden sich in <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>humanistisch-psychologischen Therapien<\/i><\/span>, wie der <i><span class=\"ilc_text_inline_Emph\">klientenzentrierten Psychotherapie<\/span>(<span class=\"ilc_text_inline_Emph\">Gespr\u00e4chspsychotherapie<\/span>)<\/i>, der <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>Gestalttherapie<\/i><\/span>, der <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>Bioenergetik<\/i><\/span>, im <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>Psychodrama<\/i> <\/span>und in der <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>Transaktionsanalyse<\/i><\/span>, in verschiedenen <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>K\u00f6rpertherapien<\/i><\/span> und <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>Familientherapien<\/i><\/span>, ferner in der <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>P\u00e4dagogik<\/i> <\/span>(z. 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