{"id":195,"date":"2020-02-18T14:23:07","date_gmt":"2020-02-18T13:23:07","guid":{"rendered":"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/verhalten\/?post_type=chapter&#038;p=195"},"modified":"2024-06-18T21:43:11","modified_gmt":"2024-06-18T19:43:11","slug":"uebergang-zu-kognitiven-theorien","status":"publish","type":"chapter","link":"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/verhalten\/chapter\/uebergang-zu-kognitiven-theorien\/","title":{"raw":"\u00dcbergang zu kognitiven Theorien","rendered":"\u00dcbergang zu kognitiven Theorien"},"content":{"raw":"<h2 class=\"ilc_page_title_PageTitle\">Kognitive Wende<\/h2>\r\n<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\">Der Begriff <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>Kognitive Wende<\/i><\/span> bezeichnet die Entwicklung vom Behaviorismus und den fr\u00fchen lerntheoretischen Modellen hin zu den kognitiven Modellen, die in den 1950er und 1960er Jahren begann.<\/p>\r\n\r\n\r\n[caption id=\"attachment_611\" align=\"alignright\" width=\"236\"]<a href=\"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/verhalten\/wp-content\/uploads\/sites\/29\/2020\/02\/image-47.png\"><img class=\"wp-image-611 size-full\" src=\"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/verhalten\/wp-content\/uploads\/sites\/29\/2020\/02\/image-47.png\" alt=\"\" width=\"236\" height=\"182\" \/><\/a> (c) www.neuronation.de[\/caption]\r\n<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\"><span style=\"font-size: 1em\">Trotz der wichtigen Bedeutung von Lernprozessen f\u00fcr die Erkl\u00e4rung menschlichen Verhaltens sind nicht alle Handlungen rein lernpsychologisch erkl\u00e4rbar. Die Grenzen klassischer Lerntheorien liegen vor allem in einer fehlenden Ber\u00fccksichtigung innerpsychischer Faktoren, wie motivationaler und volitionaler Prozesse, die notwendig sind, um geplantes Verhalten oder bestimmte soziale Verhaltensweisen (z. B. altruistisches Verhalten) zu erkl\u00e4ren (Petermann et al., 2011).<\/span><\/p>\r\n<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\">Viele Behavioristen erkannten, dass Menschen von Gedanken, \u00dcberzeugungen und Einstellungen geleitet werden, also <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>kognitiven Verhaltensweisen<\/i><\/span>, die von der behavioristischen Theorie weitgehend ignoriert wurden. Daher begannen sie, eigene Theorien zu entwickeln, die das <span class=\"ilc_text_inline_Emph\">nicht <i>sichtbare Verhalten<\/i><\/span> ebenfalls ber\u00fccksichtigten. Diese <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>kognitiv-behavioristischen Theorien<\/i><\/span> schlagen eine Br\u00fccke zwischen dem lerntheoretischen und dem kognitiven Modell (Comer, 2008).<\/p>\r\n<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\">In der Verhaltenstherapie zeigte sich der Einfluss von kognitiven Ph\u00e4nomenen auf den Therapieprozess, deshalb begannen auch die Verhaltenstherapeuten schon fr\u00fch, kognitive Elemente in ihre Theorien zu integrieren. Je mehr die Ausschliesslichkeit der lerntheoretischen Erkl\u00e4rungen f\u00fcr einige therapeutische Ph\u00e4nomene bezweifelt wurde, desto mehr nahmen sich die eher praxisorientierten Forscher die Freiheit heraus, die Verhaltenstherapie mit \u00abtheoriefremden\u00bb Elementen zu erweitern. Nach und nach entstanden somit immer weitere kognitiv bereicherte und begr\u00fcndete Modifikationen verhaltenstherapeut\u00ecscher Ans\u00e4tze (Kriz, 2007).<\/p>","rendered":"<h2 class=\"ilc_page_title_PageTitle\">Kognitive Wende<\/h2>\n<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\">Der Begriff <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>Kognitive Wende<\/i><\/span> bezeichnet die Entwicklung vom Behaviorismus und den fr\u00fchen lerntheoretischen Modellen hin zu den kognitiven Modellen, die in den 1950er und 1960er Jahren begann.<\/p>\n<figure id=\"attachment_611\" aria-describedby=\"caption-attachment-611\" style=\"width: 236px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/verhalten\/wp-content\/uploads\/sites\/29\/2020\/02\/image-47.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-611 size-full\" src=\"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/verhalten\/wp-content\/uploads\/sites\/29\/2020\/02\/image-47.png\" alt=\"\" width=\"236\" height=\"182\" srcset=\"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/verhalten\/wp-content\/uploads\/sites\/29\/2020\/02\/image-47.png 236w, https:\/\/zuugs.hfh.ch\/verhalten\/wp-content\/uploads\/sites\/29\/2020\/02\/image-47-65x50.png 65w, https:\/\/zuugs.hfh.ch\/verhalten\/wp-content\/uploads\/sites\/29\/2020\/02\/image-47-225x174.png 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 236px) 100vw, 236px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-611\" class=\"wp-caption-text\">(c) www.neuronation.de<\/figcaption><\/figure>\n<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\"><span style=\"font-size: 1em\">Trotz der wichtigen Bedeutung von Lernprozessen f\u00fcr die Erkl\u00e4rung menschlichen Verhaltens sind nicht alle Handlungen rein lernpsychologisch erkl\u00e4rbar. Die Grenzen klassischer Lerntheorien liegen vor allem in einer fehlenden Ber\u00fccksichtigung innerpsychischer Faktoren, wie motivationaler und volitionaler Prozesse, die notwendig sind, um geplantes Verhalten oder bestimmte soziale Verhaltensweisen (z. B. altruistisches Verhalten) zu erkl\u00e4ren (Petermann et al., 2011).<\/span><\/p>\n<p class=\"ilc_Paragraph ilc_text_block_Standard\">Viele Behavioristen erkannten, dass Menschen von Gedanken, \u00dcberzeugungen und Einstellungen geleitet werden, also <span class=\"ilc_text_inline_Emph\"><i>kognitiven Verhaltensweisen<\/i><\/span>, die von der behavioristischen Theorie weitgehend ignoriert wurden. Daher begannen sie, eigene Theorien zu entwickeln, die das <span class=\"ilc_text_inline_Emph\">nicht <i>sichtbare Verhalten<\/i><\/span> ebenfalls ber\u00fccksichtigten. 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