{"id":109,"date":"2021-10-31T16:42:06","date_gmt":"2021-10-31T15:42:06","guid":{"rendered":"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/mfbsehen\/?post_type=chapter&#038;p=109"},"modified":"2021-11-01T12:47:51","modified_gmt":"2021-11-01T11:47:51","slug":"autismus-und-sehbeeintrachtigung","status":"publish","type":"chapter","link":"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/mfbsehen\/chapter\/autismus-und-sehbeeintrachtigung\/","title":{"raw":"Cerebral Visual Impairments (CVI)","rendered":"Cerebral Visual Impairments (CVI)"},"content":{"raw":"<em>In Anlehnung an: Zeschitz, M. (2015). CVI \u2013 ein untersch\u00e4tztes Ph\u00e4nomen. Zahlen, Fakten und Diagnose: ein allgemeiner Ein- und \u00dcberblick. Tactuel 2\/2015, 6-9.<\/em>\r\n<div><\/div>\r\n<div>Sehbeeintr\u00e4chtigungen waren fr\u00fcher \u00fcberwiegend durch eine Sch\u00e4digung oder Erkrankung des Auges verursacht. Aber seit den sp\u00e4ten 1950er Jahren wurden Gehirnsch\u00e4den als Ursache visueller Beeintr\u00e4chtigungen h\u00e4ufiger. Die Gr\u00fcnde hierf\u00fcr liegen in einer verbesserten medizinischen und ophthalmologischen Betreuung, die zu gesteigerten \u00dcberlebensraten von Neugeborenen und auch von schwer kranken Kindern f\u00fchrten. Man sch\u00e4tzt, dass heute zerebral bedingte Sehsch\u00e4digungen (CVI) in den Industrienationen mit \u00fcber 25 % die Hauptursache f\u00fcr Sehsch\u00e4digungen im Kindesalter darstellen.<\/div>\r\n<h2>Was bedeutet CVI?<\/h2>\r\n<div>Im Unterschied zu einer okul\u00e4ren Sehsch\u00e4digung, bei der eine Sch\u00e4digung des Auges oder der Sehnerven vorliegt, ist die Ursache einer visuellen Wahrnehmungsst\u00f6rung bzw. einer zerebralen Sehst\u00f6rung (Cerebral Visual Impairment \u2013 CVI) in postchiasmatischen Ver\u00e4nderungen der Weiterleitungs- und Verarbeitungsprozesse visueller Reize im Gehirn zu suchen. Die Sch\u00e4digungen liegen manchmal nur auf der mikrostrukturellen oder zellul\u00e4ren Ebene und lassen sich deswegen zum Teil nicht organisch festmachen. Es gibt bislang keine umfassenden epidemiologischen Studien \u00fcber Ursachen und Auftrittsh\u00e4ufigkeit von CVI. Das h\u00e4ngt wesentlich damit zusammen, dass keine wissenschaftliche \u00dcbereinkunft dar\u00fcber besteht, was man unter CVI versteht. Die verbreitetste Ursache von CVI d\u00fcrfte die periventrikul\u00e4re Sch\u00e4digung der wei\u00dfen Substanz (PVL) bei fr\u00fchgeburtlichen Kindern sein: 80 Prozent der Kinder mit PVL zeigen visuelle Wahrnehmungsst\u00f6rungen (Jacobson et al., 1998). Hier kommt es durch Sauerstoffmangel oder durch Mangeldurchblutungzu einem Absterben von Hirnzellen im dorsalen und lateralen Bereich der Seitenventrikel. Die Defizite der Kinder zeigen sich insbesondere im Bereich der visuellen Aufmerksamkeit und bei r\u00e4umlich-visuellen Aufgaben. Andere Ursachen sind angeborene Hirnmissbildungen, perinatale Hirnsch\u00e4den, Meningitis und Enzephalitis, sowie Sch\u00e4del-Hirn-Traumen. Die wichtigsten Risikogruppen sind fr\u00fchgeburtliche Kinder und Kinder mit Zerebralparese, besonders wenn diese Beeintr\u00e4chtigungen mit kognitiven Beeintr\u00e4chtigungen und Epilepsie einhergehen. Studien (Stiers, Belgien, 2002), haben gezeigt, dass St\u00f6rungen der Wahrnehmung bei etwa zwei Drittel der 5-j\u00e4hrigen Kinder nach perinataler Asphyxie festgestellt werden konnte und bei einem Drittel von Schulkindern mit Zerebralparese. Nur eine Minderheit dieser Kinder hatte Sehsch\u00e4rfen kleiner als 0.3, war also sehbehindert im Sinne des Gesetzes.<\/div>\r\n<div>\r\n\r\n[caption id=\"attachment_173\" align=\"alignnone\" width=\"225\"]<a href=\"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/mfbsehen\/wp-content\/uploads\/sites\/115\/2021\/10\/CVI-APH-scaled.jpeg\"><img class=\"wp-image-173 size-medium\" src=\"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/mfbsehen\/wp-content\/uploads\/sites\/115\/2021\/10\/CVI-APH-225x300.jpeg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" \/><\/a> Ein Kind mit CVI zeigt Interesse an Formen auf einer Lightbox in einem abgedunkelten Raum.[\/caption]\r\n\r\n<\/div>\r\n<h2>Wie zeigt sich CVI?<\/h2>\r\n<div>CVI beschreibt nicht ein konkretes Symptom, sondern die Folgen der Sch\u00e4digung einer K\u00f6rperstruktur. Das Spektrum der Sch\u00e4digungen ist sehr heterogen, es beinhaltet viele verschiedene Ursachen und unterschiedlichste St\u00f6rungsbilder. CVI kann auch in Kombination mit peripheren okularen Sehsch\u00e4digungen auftreten. Wesentlich ist aber, dass die Augensch\u00e4digung f\u00fcr sich nicht zur Erkl\u00e4rung der Auff\u00e4lligkeiten des Kindes ausreicht. Die St\u00f6rungen bei CVI k\u00f6nnen Auswirkungen auf den Visus, das Gesichtsfeld, das Farb- und Kontrastsehen und die Blickmotorik haben und damit den okul\u00e4ren Sch\u00e4digungen \u00e4hneln. Die St\u00f6rungen k\u00f6nnen sich auf visuell gesteuerte Hand- und Fingerbewegungen beziehen, etwa auf genaues Hantieren, Zeichnen und Schreiben oder auch auf die Steuerung der Fortbewegung und \u00e4hneln dann motorischen Defiziten. Sie k\u00f6nnen das Such- und Explorationsverhalten, die Form-, Objekt- und die Gesichterwahrnehmung sowie die Raumwahrnehmung betreffen, und werden dann leicht mit kognitiven Beeintr\u00e4chtigungen verwechselt. Wenn sie die Raumwahrnehmung beeinflussen, k\u00f6nnen sie ein weites Spektrum von r\u00e4umlichen Fertigkeiten betreffen: Das Zeichnen, Bauen sowie die Orientierung \u2013 das mag vom dicht gedr\u00e4ngten Arbeitsblatt bis zu der \u00fcberf\u00fcllten Spielecke oder Turnhalle reichen.<\/div>\r\n<div><\/div>\r\n<div>Die besonderen Probleme dieser Kinder wurden lange Zeit relativ wenig beachtet. Wenn etwas auffiel, wurde es zumeist nicht als Problem der visuellen Verarbeitung Gesehen sondern eher als Ausdruck einer allgemeinen Lernbehinderung interpretiert.<\/div>\r\n<div>Ein Kernsymptom bei CVI, und das Kernsymptom aller mehrfachbehinderten Kinder, ist eine reduzierte visuelle Aufmerksamkeit: Wir erwarten eine Verschlechterung und Verlangsamung des kindlichen Such- und Explorationsverhaltens, eine zeitliche Begrenztheit der visuellen Aktivit\u00e4t, und schlie\u00dflich eine Verminderung der F\u00e4higkeit, Unterschiede im Detail wahrzunehmen.<\/div>\r\n<div><\/div>\r\n<div>Zu den h\u00e4ufigsten Auff\u00e4lligkeiten bei CVI, besonders bei mehrfachbehinderten Kindern, geh\u00f6rt die Instabilit\u00e4t der Sehleistung. Dies steht offensichtlich im Zusammenhang mit einer instabilen visuellen Aufmerksamkeit. Kinder mit CVI brauchen mehr Zeit, um visuelle Informationen zu verarbeiten und ihre visuelle Ausdauer ist h\u00e4ufig eingeschr\u00e4nkt. Zu den Auff\u00e4lligkeiten geh\u00f6ren weiter Probleme des Sehens in \u00abkomplexen Umgebungen. \u00dcberall dort, wo viel los ist und viele bewegte visuelle Reize gefunden, bewertet und rasch geordnet werden m\u00fcssen, f\u00fchlen sich die Kinder besonders gestresst.<\/div>\r\n<div>Crowding-Probleme k\u00f6nnen \u00fcberall dort entstehen, wo es darum geht, dicht gedr\u00e4ngte visuelle Informationen zu trennen. Die Kinder k\u00f6nnen ihr Spielzeug in einer gef\u00fcllten Spielkiste nur schwer finden, k\u00f6nnen nur schwer Leute in einer Gruppe erkennen. Sie haben Probleme beim Lesen, wenn Buchstaben oder Worte eng beieinanderstehen. Kinder mit Crowding-Problemen fallen nicht selten bereits in der orthoptischen Sehsch\u00e4rfe- Untersuchung durch Trennschwierigkeiten bei dicht gruppierten Sehzeichen auf.<\/div>\r\n<div><\/div>\r\n<div>Manche der Kinder haben Schwierigkeiten, visuelle Reize aufzunehmen und gleichzeitig eine motorische Handlung auszuf\u00fchren. Wir sprechen hier von Problemen der simultanen oder parallelen Informationsverarbeitung.<\/div>\r\n<div><\/div>\r\n<div>\r\n\r\n[video width=\"720\" height=\"576\" mp4=\"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/mfbsehen\/wp-content\/uploads\/sites\/115\/2021\/10\/Zerebrale-Sehschaedigung_CVI_Filmauszug.mp4\"][\/video]\r\n\r\n<\/div>\r\n&nbsp;\r\n\r\n[h5p id=\"14\"]\r\n<h2>Diagnostik von CVI<\/h2>\r\n<div>Zihl (2012) betont, dass f\u00fcr eine valide Verwendung der Bezeichnung von CVI als diagnostische Kategorie eine standardisierte Liste von Sehfunktionen erforderlich w\u00e4re, die im Einzelfall untersucht werden sollten. Es gibt gegenw\u00e4rtig jedoch keinen verbindlichen Standard, keinen nationalen oder internationalen Konsens \u00fcber die Kriterien und Methoden der Abkl\u00e4rung von CVI bei Kindern. Das Fehlen \u00fcbergreifender nationaler und internationaler Zusammenarbeit hat unterschiedliche lokale Diagnosen entstehen lassen. Ein Beispiel solcher \u00abregionaler Diagnoseempfehlungen\u00bb sind die Leitlinien der Gesellschaft f\u00fcr Neurop\u00e4diatrie und der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Sozialp\u00e4diatrie und Jugendmedizin, aus dem Jahr 2009. Die Feststellung einer zentral-visuellen Wahrnehmungsst\u00f6rung (visuelle Verarbeitungs- und Wahrnehmungsst\u00f6rung, VVWS) erfolgt mit Hilfe standardisierter Leistungstests (bzw. standardisierter Entwicklungs- und Intelligenztests), um diese nach Art der St\u00f6rung zu spezifizieren, ihren Schweregrad abzusch\u00e4tzen und sie von einer Allgemeinen Intelligenzminderung abzugrenzen.\r\nDie Diagnose einer zentral-visuellen Wahrnehmungsst\u00f6rung im Sinne einer umschriebenen Entwicklungsst\u00f6rung ist dann zu stellen, wenn die visuelle Wahrnehmung deutlich vom allgemeinen Niveau der kognitiven Entwicklung abweicht und eine signifikante kognitive Entwicklungsst\u00f6rung ausgeschlossen werden kann. Die Voraussetzungen zur Definitionserf\u00fcllung in den Leitlinien waren zun\u00e4chst also normale Intelligenz und normales Sehverm\u00f6gen. Aber inzwischen werden visuelle Wahrnehmungsst\u00f6rungen weiter gefasst, und von der Mehrheit der Fachleute auch als zus\u00e4tzliche Funktionsst\u00f6rung bei Kindern mit globalen Entwicklungsst\u00f6rungenbetrachtet. Visuelle Wahrnehmungsst\u00f6rungen finden sich also als umschriebene Entwicklungsst\u00f6rung, d.h. als Teilleistungsst\u00f6rung bei normalbegabten Kindern und als Sehfunktionsst\u00f6rung bei mehrfachbehinderten Kindern. Kinder mit CVI sind also eine klinisch sehr heterogene Gruppe. CVI scheint ein Kontinuum zu sein, das von schwerwiegendem Sehsch\u00e4rfeverlust auf der einen Seite, normalerweise von motorischen und intellektuellen Beeintr\u00e4chtigungen begleitet, bis hin zu isolierten visuellen Teilleistungsst\u00f6rungen reicht.<\/div>\r\n<div>\r\n\r\n[caption id=\"attachment_174\" align=\"alignnone\" width=\"300\"]<img class=\"size-medium wp-image-174\" src=\"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/mfbsehen\/wp-content\/uploads\/sites\/115\/2021\/10\/CVI-family-connect-300x300.jpeg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" \/> Visuelle Stimulation durch Umweltgesatltung: Bevor dem Kind ein Reiz pr\u00e4sentiert wird, sorgt die Fachperson daf\u00fcr, dass die visuelle Komplexit\u00e4t im Raum reduziert ist.[\/caption]\r\n\r\n<\/div>\r\n<div><\/div>\r\n<div>Insgesamt scheint der Begriff der Wahrnehmungsst\u00f6rung heute zu h\u00e4ufig und zu leichtfertig verwendet zu werden. Es ist nicht sinnvoll und nat\u00fcrlich auch nicht richtig, jede Form von Entwicklungsst\u00f6rung mit einer Wahrnehmungsst\u00f6rung gleichzusetzen. Es ist nicht sinnvoll von Wahrnehmungsst\u00f6rung zu sprechen, wenn eine \u2013 von Sinnesfunktionen unabh\u00e4ngige \u2013 allgemeine Beeintr\u00e4chtigung des abstrakt-logischen Denkens vorliegt<strong>. <\/strong>Es ist sehr wichtig, Beeintr\u00e4chtigungen der allgemeinen Intelligenzentwicklung von Wahrnehmungsst\u00f6rungen zu unterscheiden. Kinder mit normaler Begabung k\u00f6nnen Wahrnehmungsst\u00f6rungen haben. Und es ist nicht davon auszugehen, dass alle Kinder mit kognitiven Behinderungen Wahrnehmungsst\u00f6rungen haben m\u00fcssen. Was sie allerdings nach Zihl (2012) stets haben, ist eine Herabsetzung der visuellen Wahrnehmungsf\u00e4higkeit und Leistungsf\u00e4higkeit, am deutlichsten bei Aufmerksamkeitsfaktoren wie kognitive Leistungsgeschwindigkeit, Konzentrationsf\u00e4higkeit, Daueraufmerksamkeit, aber auch beim Such- und Explorationsverhalten, sowie der der F\u00e4higkeit, Unterschiede im Detail wahrzunehmen.<\/div>\r\n<h2>Zusammenfassung<\/h2>\r\n[h5p id=\"13\"]","rendered":"<p><em>In Anlehnung an: Zeschitz, M. (2015). CVI \u2013 ein untersch\u00e4tztes Ph\u00e4nomen. Zahlen, Fakten und Diagnose: ein allgemeiner Ein- und \u00dcberblick. Tactuel 2\/2015, 6-9.<\/em><\/p>\n<div><\/div>\n<div>Sehbeeintr\u00e4chtigungen waren fr\u00fcher \u00fcberwiegend durch eine Sch\u00e4digung oder Erkrankung des Auges verursacht. Aber seit den sp\u00e4ten 1950er Jahren wurden Gehirnsch\u00e4den als Ursache visueller Beeintr\u00e4chtigungen h\u00e4ufiger. Die Gr\u00fcnde hierf\u00fcr liegen in einer verbesserten medizinischen und ophthalmologischen Betreuung, die zu gesteigerten \u00dcberlebensraten von Neugeborenen und auch von schwer kranken Kindern f\u00fchrten. Man sch\u00e4tzt, dass heute zerebral bedingte Sehsch\u00e4digungen (CVI) in den Industrienationen mit \u00fcber 25 % die Hauptursache f\u00fcr Sehsch\u00e4digungen im Kindesalter darstellen.<\/div>\n<h2>Was bedeutet CVI?<\/h2>\n<div>Im Unterschied zu einer okul\u00e4ren Sehsch\u00e4digung, bei der eine Sch\u00e4digung des Auges oder der Sehnerven vorliegt, ist die Ursache einer visuellen Wahrnehmungsst\u00f6rung bzw. einer zerebralen Sehst\u00f6rung (Cerebral Visual Impairment \u2013 CVI) in postchiasmatischen Ver\u00e4nderungen der Weiterleitungs- und Verarbeitungsprozesse visueller Reize im Gehirn zu suchen. Die Sch\u00e4digungen liegen manchmal nur auf der mikrostrukturellen oder zellul\u00e4ren Ebene und lassen sich deswegen zum Teil nicht organisch festmachen. Es gibt bislang keine umfassenden epidemiologischen Studien \u00fcber Ursachen und Auftrittsh\u00e4ufigkeit von CVI. Das h\u00e4ngt wesentlich damit zusammen, dass keine wissenschaftliche \u00dcbereinkunft dar\u00fcber besteht, was man unter CVI versteht. Die verbreitetste Ursache von CVI d\u00fcrfte die periventrikul\u00e4re Sch\u00e4digung der wei\u00dfen Substanz (PVL) bei fr\u00fchgeburtlichen Kindern sein: 80 Prozent der Kinder mit PVL zeigen visuelle Wahrnehmungsst\u00f6rungen (Jacobson et al., 1998). Hier kommt es durch Sauerstoffmangel oder durch Mangeldurchblutungzu einem Absterben von Hirnzellen im dorsalen und lateralen Bereich der Seitenventrikel. Die Defizite der Kinder zeigen sich insbesondere im Bereich der visuellen Aufmerksamkeit und bei r\u00e4umlich-visuellen Aufgaben. Andere Ursachen sind angeborene Hirnmissbildungen, perinatale Hirnsch\u00e4den, Meningitis und Enzephalitis, sowie Sch\u00e4del-Hirn-Traumen. Die wichtigsten Risikogruppen sind fr\u00fchgeburtliche Kinder und Kinder mit Zerebralparese, besonders wenn diese Beeintr\u00e4chtigungen mit kognitiven Beeintr\u00e4chtigungen und Epilepsie einhergehen. Studien (Stiers, Belgien, 2002), haben gezeigt, dass St\u00f6rungen der Wahrnehmung bei etwa zwei Drittel der 5-j\u00e4hrigen Kinder nach perinataler Asphyxie festgestellt werden konnte und bei einem Drittel von Schulkindern mit Zerebralparese. Nur eine Minderheit dieser Kinder hatte Sehsch\u00e4rfen kleiner als 0.3, war also sehbehindert im Sinne des Gesetzes.<\/div>\n<div>\n<figure id=\"attachment_173\" aria-describedby=\"caption-attachment-173\" style=\"width: 225px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/mfbsehen\/wp-content\/uploads\/sites\/115\/2021\/10\/CVI-APH-scaled.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-173 size-medium\" src=\"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/mfbsehen\/wp-content\/uploads\/sites\/115\/2021\/10\/CVI-APH-225x300.jpeg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/mfbsehen\/wp-content\/uploads\/sites\/115\/2021\/10\/CVI-APH-225x300.jpeg 225w, https:\/\/zuugs.hfh.ch\/mfbsehen\/wp-content\/uploads\/sites\/115\/2021\/10\/CVI-APH-768x1024.jpeg 768w, https:\/\/zuugs.hfh.ch\/mfbsehen\/wp-content\/uploads\/sites\/115\/2021\/10\/CVI-APH-1152x1536.jpeg 1152w, https:\/\/zuugs.hfh.ch\/mfbsehen\/wp-content\/uploads\/sites\/115\/2021\/10\/CVI-APH-1536x2048.jpeg 1536w, https:\/\/zuugs.hfh.ch\/mfbsehen\/wp-content\/uploads\/sites\/115\/2021\/10\/CVI-APH-65x87.jpeg 65w, https:\/\/zuugs.hfh.ch\/mfbsehen\/wp-content\/uploads\/sites\/115\/2021\/10\/CVI-APH-350x467.jpeg 350w, https:\/\/zuugs.hfh.ch\/mfbsehen\/wp-content\/uploads\/sites\/115\/2021\/10\/CVI-APH-scaled.jpeg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-173\" class=\"wp-caption-text\">Ein Kind mit CVI zeigt Interesse an Formen auf einer Lightbox in einem abgedunkelten Raum.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n<h2>Wie zeigt sich CVI?<\/h2>\n<div>CVI beschreibt nicht ein konkretes Symptom, sondern die Folgen der Sch\u00e4digung einer K\u00f6rperstruktur. Das Spektrum der Sch\u00e4digungen ist sehr heterogen, es beinhaltet viele verschiedene Ursachen und unterschiedlichste St\u00f6rungsbilder. CVI kann auch in Kombination mit peripheren okularen Sehsch\u00e4digungen auftreten. Wesentlich ist aber, dass die Augensch\u00e4digung f\u00fcr sich nicht zur Erkl\u00e4rung der Auff\u00e4lligkeiten des Kindes ausreicht. Die St\u00f6rungen bei CVI k\u00f6nnen Auswirkungen auf den Visus, das Gesichtsfeld, das Farb- und Kontrastsehen und die Blickmotorik haben und damit den okul\u00e4ren Sch\u00e4digungen \u00e4hneln. Die St\u00f6rungen k\u00f6nnen sich auf visuell gesteuerte Hand- und Fingerbewegungen beziehen, etwa auf genaues Hantieren, Zeichnen und Schreiben oder auch auf die Steuerung der Fortbewegung und \u00e4hneln dann motorischen Defiziten. Sie k\u00f6nnen das Such- und Explorationsverhalten, die Form-, Objekt- und die Gesichterwahrnehmung sowie die Raumwahrnehmung betreffen, und werden dann leicht mit kognitiven Beeintr\u00e4chtigungen verwechselt. Wenn sie die Raumwahrnehmung beeinflussen, k\u00f6nnen sie ein weites Spektrum von r\u00e4umlichen Fertigkeiten betreffen: Das Zeichnen, Bauen sowie die Orientierung \u2013 das mag vom dicht gedr\u00e4ngten Arbeitsblatt bis zu der \u00fcberf\u00fcllten Spielecke oder Turnhalle reichen.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Die besonderen Probleme dieser Kinder wurden lange Zeit relativ wenig beachtet. Wenn etwas auffiel, wurde es zumeist nicht als Problem der visuellen Verarbeitung Gesehen sondern eher als Ausdruck einer allgemeinen Lernbehinderung interpretiert.<\/div>\n<div>Ein Kernsymptom bei CVI, und das Kernsymptom aller mehrfachbehinderten Kinder, ist eine reduzierte visuelle Aufmerksamkeit: Wir erwarten eine Verschlechterung und Verlangsamung des kindlichen Such- und Explorationsverhaltens, eine zeitliche Begrenztheit der visuellen Aktivit\u00e4t, und schlie\u00dflich eine Verminderung der F\u00e4higkeit, Unterschiede im Detail wahrzunehmen.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Zu den h\u00e4ufigsten Auff\u00e4lligkeiten bei CVI, besonders bei mehrfachbehinderten Kindern, geh\u00f6rt die Instabilit\u00e4t der Sehleistung. Dies steht offensichtlich im Zusammenhang mit einer instabilen visuellen Aufmerksamkeit. Kinder mit CVI brauchen mehr Zeit, um visuelle Informationen zu verarbeiten und ihre visuelle Ausdauer ist h\u00e4ufig eingeschr\u00e4nkt. Zu den Auff\u00e4lligkeiten geh\u00f6ren weiter Probleme des Sehens in \u00abkomplexen Umgebungen. \u00dcberall dort, wo viel los ist und viele bewegte visuelle Reize gefunden, bewertet und rasch geordnet werden m\u00fcssen, f\u00fchlen sich die Kinder besonders gestresst.<\/div>\n<div>Crowding-Probleme k\u00f6nnen \u00fcberall dort entstehen, wo es darum geht, dicht gedr\u00e4ngte visuelle Informationen zu trennen. Die Kinder k\u00f6nnen ihr Spielzeug in einer gef\u00fcllten Spielkiste nur schwer finden, k\u00f6nnen nur schwer Leute in einer Gruppe erkennen. Sie haben Probleme beim Lesen, wenn Buchstaben oder Worte eng beieinanderstehen. Kinder mit Crowding-Problemen fallen nicht selten bereits in der orthoptischen Sehsch\u00e4rfe- Untersuchung durch Trennschwierigkeiten bei dicht gruppierten Sehzeichen auf.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Manche der Kinder haben Schwierigkeiten, visuelle Reize aufzunehmen und gleichzeitig eine motorische Handlung auszuf\u00fchren. Wir sprechen hier von Problemen der simultanen oder parallelen Informationsverarbeitung.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>\n<div style=\"width: 720px;\" class=\"wp-video\"><video class=\"wp-video-shortcode\" id=\"video-109-1\" width=\"720\" height=\"576\" preload=\"metadata\" controls=\"controls\"><source type=\"video\/mp4\" src=\"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/mfbsehen\/wp-content\/uploads\/sites\/115\/2021\/10\/Zerebrale-Sehschaedigung_CVI_Filmauszug.mp4?_=1\" \/><a href=\"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/mfbsehen\/wp-content\/uploads\/sites\/115\/2021\/10\/Zerebrale-Sehschaedigung_CVI_Filmauszug.mp4\">https:\/\/zuugs.hfh.ch\/mfbsehen\/wp-content\/uploads\/sites\/115\/2021\/10\/Zerebrale-Sehschaedigung_CVI_Filmauszug.mp4<\/a><\/video><\/div>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"h5p-14\">\n<div class=\"h5p-iframe-wrapper\"><iframe id=\"h5p-iframe-14\" class=\"h5p-iframe\" data-content-id=\"14\" style=\"height:1px\" src=\"about:blank\" frameBorder=\"0\" scrolling=\"no\" title=\"CVI Kriterien Multiple Choice\"><\/iframe><\/div>\n<\/div>\n<h2>Diagnostik von CVI<\/h2>\n<div>Zihl (2012) betont, dass f\u00fcr eine valide Verwendung der Bezeichnung von CVI als diagnostische Kategorie eine standardisierte Liste von Sehfunktionen erforderlich w\u00e4re, die im Einzelfall untersucht werden sollten. Es gibt gegenw\u00e4rtig jedoch keinen verbindlichen Standard, keinen nationalen oder internationalen Konsens \u00fcber die Kriterien und Methoden der Abkl\u00e4rung von CVI bei Kindern. Das Fehlen \u00fcbergreifender nationaler und internationaler Zusammenarbeit hat unterschiedliche lokale Diagnosen entstehen lassen. Ein Beispiel solcher \u00abregionaler Diagnoseempfehlungen\u00bb sind die Leitlinien der Gesellschaft f\u00fcr Neurop\u00e4diatrie und der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Sozialp\u00e4diatrie und Jugendmedizin, aus dem Jahr 2009. Die Feststellung einer zentral-visuellen Wahrnehmungsst\u00f6rung (visuelle Verarbeitungs- und Wahrnehmungsst\u00f6rung, VVWS) erfolgt mit Hilfe standardisierter Leistungstests (bzw. standardisierter Entwicklungs- und Intelligenztests), um diese nach Art der St\u00f6rung zu spezifizieren, ihren Schweregrad abzusch\u00e4tzen und sie von einer Allgemeinen Intelligenzminderung abzugrenzen.<br \/>\nDie Diagnose einer zentral-visuellen Wahrnehmungsst\u00f6rung im Sinne einer umschriebenen Entwicklungsst\u00f6rung ist dann zu stellen, wenn die visuelle Wahrnehmung deutlich vom allgemeinen Niveau der kognitiven Entwicklung abweicht und eine signifikante kognitive Entwicklungsst\u00f6rung ausgeschlossen werden kann. Die Voraussetzungen zur Definitionserf\u00fcllung in den Leitlinien waren zun\u00e4chst also normale Intelligenz und normales Sehverm\u00f6gen. Aber inzwischen werden visuelle Wahrnehmungsst\u00f6rungen weiter gefasst, und von der Mehrheit der Fachleute auch als zus\u00e4tzliche Funktionsst\u00f6rung bei Kindern mit globalen Entwicklungsst\u00f6rungenbetrachtet. Visuelle Wahrnehmungsst\u00f6rungen finden sich also als umschriebene Entwicklungsst\u00f6rung, d.h. als Teilleistungsst\u00f6rung bei normalbegabten Kindern und als Sehfunktionsst\u00f6rung bei mehrfachbehinderten Kindern. Kinder mit CVI sind also eine klinisch sehr heterogene Gruppe. CVI scheint ein Kontinuum zu sein, das von schwerwiegendem Sehsch\u00e4rfeverlust auf der einen Seite, normalerweise von motorischen und intellektuellen Beeintr\u00e4chtigungen begleitet, bis hin zu isolierten visuellen Teilleistungsst\u00f6rungen reicht.<\/div>\n<div>\n<figure id=\"attachment_174\" aria-describedby=\"caption-attachment-174\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-174\" src=\"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/mfbsehen\/wp-content\/uploads\/sites\/115\/2021\/10\/CVI-family-connect-300x300.jpeg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/mfbsehen\/wp-content\/uploads\/sites\/115\/2021\/10\/CVI-family-connect-300x300.jpeg 300w, https:\/\/zuugs.hfh.ch\/mfbsehen\/wp-content\/uploads\/sites\/115\/2021\/10\/CVI-family-connect-150x150.jpeg 150w, https:\/\/zuugs.hfh.ch\/mfbsehen\/wp-content\/uploads\/sites\/115\/2021\/10\/CVI-family-connect-65x65.jpeg 65w, https:\/\/zuugs.hfh.ch\/mfbsehen\/wp-content\/uploads\/sites\/115\/2021\/10\/CVI-family-connect-225x225.jpeg 225w, https:\/\/zuugs.hfh.ch\/mfbsehen\/wp-content\/uploads\/sites\/115\/2021\/10\/CVI-family-connect-350x350.jpeg 350w, https:\/\/zuugs.hfh.ch\/mfbsehen\/wp-content\/uploads\/sites\/115\/2021\/10\/CVI-family-connect.jpeg 650w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-174\" class=\"wp-caption-text\">Visuelle Stimulation durch Umweltgesatltung: Bevor dem Kind ein Reiz pr\u00e4sentiert wird, sorgt die Fachperson daf\u00fcr, dass die visuelle Komplexit\u00e4t im Raum reduziert ist.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Insgesamt scheint der Begriff der Wahrnehmungsst\u00f6rung heute zu h\u00e4ufig und zu leichtfertig verwendet zu werden. Es ist nicht sinnvoll und nat\u00fcrlich auch nicht richtig, jede Form von Entwicklungsst\u00f6rung mit einer Wahrnehmungsst\u00f6rung gleichzusetzen. Es ist nicht sinnvoll von Wahrnehmungsst\u00f6rung zu sprechen, wenn eine \u2013 von Sinnesfunktionen unabh\u00e4ngige \u2013 allgemeine Beeintr\u00e4chtigung des abstrakt-logischen Denkens vorliegt<strong>. <\/strong>Es ist sehr wichtig, Beeintr\u00e4chtigungen der allgemeinen Intelligenzentwicklung von Wahrnehmungsst\u00f6rungen zu unterscheiden. Kinder mit normaler Begabung k\u00f6nnen Wahrnehmungsst\u00f6rungen haben. Und es ist nicht davon auszugehen, dass alle Kinder mit kognitiven Behinderungen Wahrnehmungsst\u00f6rungen haben m\u00fcssen. Was sie allerdings nach Zihl (2012) stets haben, ist eine Herabsetzung der visuellen Wahrnehmungsf\u00e4higkeit und Leistungsf\u00e4higkeit, am deutlichsten bei Aufmerksamkeitsfaktoren wie kognitive Leistungsgeschwindigkeit, Konzentrationsf\u00e4higkeit, Daueraufmerksamkeit, aber auch beim Such- und Explorationsverhalten, sowie der der F\u00e4higkeit, Unterschiede im Detail wahrzunehmen.<\/div>\n<h2>Zusammenfassung<\/h2>\n<div id=\"h5p-13\">\n<div class=\"h5p-iframe-wrapper\"><iframe id=\"h5p-iframe-13\" class=\"h5p-iframe\" data-content-id=\"13\" style=\"height:1px\" src=\"about:blank\" frameBorder=\"0\" scrolling=\"no\" title=\"Zusammenfassung CVI\"><\/iframe><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Anlehnung an: Zeschitz, M. (2015). CVI \u2013 ein untersch\u00e4tztes Ph\u00e4nomen. Zahlen, Fakten und Diagnose: ein allgemeiner Ein- und \u00dcberblick. Tactuel 2\/2015, 6-9. Sehbeeintr\u00e4chtigungen waren fr\u00fcher \u00fcberwiegend durch eine Sch\u00e4digung oder Erkrankung des Auges verursacht. Aber seit den sp\u00e4ten 1950er Jahren wurden Gehirnsch\u00e4den als Ursache visueller Beeintr\u00e4chtigungen h\u00e4ufiger. 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