Anleitungen

32 SWITCHcast annotate

Das Wichtigste in Kürze

 

Beschreibung

Mit SWITCHcast annotate können von verschiedenen Personen Kommentare zu ausgewähltem Filmsequenzen hinzugefügt  (annotiert) werden. Es eignet sich besonders dafür, mit Studierenden oder Fachkolleg*innen Sequenzen zu analysieren. SWITCHcast annotate! wird durch die Stiftung SWITCH betrieben und angeboten. Das Tool steht allen Mitarbeitern und Studierenden der HfH zur Verfügung und ist, als Teilbereich von SWITCHcast, vollumfänglich in ILIAS integriert.

Weitere Tools mit der Möglichkeit zur Videoannotation:

edubreak Video Social Collaboration Tool (Lizenzklärung laufend)

 

Einsatzzwecke & Funktionalitäten

  • Analyse von Videosequenzen durch eine oder mehrere Personen, bspw. im Rahmen einer Unterrichtsreflexion, Beratungssituation oder im Rahmen einer Forschung.
  • Ermöglicht das Hinzufügen von Kommentaren (= Freitext-Annotationen) an entsprechenden Stellen im Video.
  • Bereits erstellte Annotationen können wiederum kommentiert werden durch weitere Personen, z. B. für Peer-Review und kooperatives Arbeiten.
  • Annotationen können zu Analysezwecken in Kategorien eingeteilt und mit Labels erstellt werden, um z. B. differenzierte Beobachtungskriterien zu benutzen oder vorzugeben. Beispiel: Alle Stellen im Video, in dem die Lehrperson die SuS aktiviert, werden mit der Kategorie „Aktivierung“ versehen.
  • Es gibt unterschiedliche Veröffentlichungsstufen, z. B. kann man Annotationen nur sich selbst anzeigen lassen oder diese auch mit anderen Dozierenden / Kommilitonen teilen.
  • ILIAS-Integration: Die Videoannotation kann direkt aus ILIAS heraus gestartet werden, dies erleichtert die Bearbeitung.

SWITCHcast annotate kann für die Analyse und Annotation von Videosequenzen genutzt werden.

 

Aufwand – Nutzen, Schwierigkeitsgrad

Arbeitsaufwand für den Einsatz dieses Tools aus Dozierendensicht

  • Es ist etwas Einarbeitungszeit erforderlich, die sich jedoch lohnt.
  • Wer bereits Erfahrung mit SWITCHcast und/oder Video-Bearbeitung gesammelt hat, ist im Vorteil.

Technische Komplexität

Dieses Tool eignet sich für (digitale)

  • Anfänger mit etwas Geduld
  • Fortgeschrittene
  • Experten

 

Tipps

Was ist beim Einsatz dieses Tools konkret zu beachten?

  • SWITCHcast annotate bietet einen guten Schutz der Daten. Dies ist für das oft sensible Material der Studierenden wichtig (z. B. LNW Beratung).
  • Es ist hauptsächlich dazu geeignet, eine Videosequenz individuell oder kooperativ (theoriegeleitet) zu analysieren.
  • Der Auftrag zur Analyse (bspw. Beobachtungskriterien) sollte klar formuliert sein.
  • Das Tool eignet sich mehr für den Austausch mit oder unter Studierenden, weniger für den Einsatz in Vorlesungen. In Vorlesungen kann es jedoch dazu dienen, Sequenzen, die bestimmten Beobachtungskriterien entsprechen schnell zu finden.
  • Das Tool ist visuell weniger attraktiv und nicht optimal benutzer*innenfreundlich.
  • Der ILIAS-Bereich, in dem die Annotation von Videos stattfindet (z. B. in einem Kurs oder einer Gruppe) sollte aus Datenschutzgründen nur für die Teilnehmenden der Annotationsübungen zugänglich sein.
  • Um eine bessere Übersicht zu behalten, empfiehlt es sich Videos, die nicht mehr gebraucht werden, regelmässig zu löschen.
  • Solange eine Opencast-Serie (Genaueres dazu siehe Schritt für Schritt-Anleitung) nicht online geschaltet ist, wird sie von den Studierenden nicht gesehen.

Schritt für Schritt

1. In ILIAS ein „Opencast-Objekt“ hinzufügen


2. Opencast-Serie erstellen

1) Neue Serie (eine Serie ist vereinfacht als Ordner zu verstehen) anlegen. In einer neuen Serie werden nachträglich die Videos hochgeladen.

2) Titel der Serie eingeben (zwingend erforderlich). Beschreibung fakultativ.

3) Solange die Serie nicht online geschaltet ist, wird sie von den Studierenden nicht gesehen.

4) Wählen, ob die Videos in Standardansicht als Liste oder als Kacheln erscheinen.

5) Häkchen muss gesetzt werden, damit man die Videos in der Serie annotieren kann.

6) Ein Häkchen bei „Nur Streaming“ bedeutet, dass die Videos dieser Serie nicht heruntergeladen werden können.

7) Muss zwingend angehakt werden.


3. Einstellungen der Serie

Diese können jederzeit über den Reiter „Einstellungen“ geändert werden.
Videos (Aufzeichnungen) können nun hochgeladen werden


4. Videos hochladen
1) Videodatei auf der Festplatte des Computers auswählen.
2) Ist hier ein Häkchen gesetzt, steht das Video direkt zur Verfügung, sobald es hochgeladen und fertig konvertiert ist.

5. Ansicht im Annotationstool

Sobald das / die Videos hochgeladen und konvertiert sind, erscheinen sie in der Serie.

„Annotieren“ wählen.

1) Viewer
2) Annotationsspur
3) Freitext-Annotationen
4) Liste der gesetzten Annotationen

Annotationen setzen:

Freitext-Annotationen 3) ermöglichen es, Kommentare oder Überlegungen in eigenen Worten festzuhalten. Ist die Option «Video während des Schreibens anhalten» angewählt, stoppt das Video, sobald Sie zu schreiben beginnen. Ein Drücken von «Enter» oder dem Button «Einfügen» startet das Video wieder und fügt die Annotation in die Annotationspur 2) sowie in die Liste der gesetzten Annotationen ein 4).

Über den Auge-Button (oben rechts) können Sie die Freitextannotationen ausblenden lassen.


6. Annotationen anwählen, editieren, kommentieren und freigeben
Sie können die Annotationen über die Liste (bzw. die Spur) ansteuern. Dabei springt das Video an die entsprechende Stelle und wird im Viewer dargestellt.

 

 

Editieren: Klicken Sie in der Liste auf die eckige Klammer. Nun können Sie Freitext-Annotationen überarbeiten (Stift-Symbol) oder eigene Annotation löschen (Papierkorb-Symbol). Die Dauer der Annotationen verändern Sie durch Verschieben des Cursors im Annotationsspur-Fenster und Klicken der entsprechenden Tasten («START» / «SCHLUSS») oder per Eingabe der Zeiten in die entsprechenden Felder.

 

Kommentieren: Ein Klick auf die Sprechblase öffnet das Kommentarfeld. Die Kommentare werden mit Erstellungsdatum und Autor gespeichert.

 


7. Annotationen freigeben und fremde Annotationen einsehen
Annotationen sind grundsätzlich privat und von anderen Personen nicht einsehbar. Erst ein Klick auf den «Globus-Button» schaltet Ihre Annotationspur entweder «öffentlich» oder «teilt sie mit dem Administrator».

 

= Privat = Von anderen nicht einsehbar.
= Öffentlich = Für die Dozierenden und Studierenden sichtbar. Alle, die Ihre Annotationen sehen, können diese auch kommentieren.
= Geteilt mit Administrator = Nur für Dozierende sichtbar. Freigegebene Annotationen anderer Personen lassen sich über den Button «Spuren verwalten» ein- und ausblenden. Der Button «+ Spur hinzufügen» fügt weitere Annotationsspuren hinzu.

8. Kategorien und Labels (= Etiketten) erstellen
In SWITCHcast annotate können im Vorfeld Kategorien (unterteilt in Labels = Etiketten) erstellt werden, die ausgewählten Filmsequenzen zugeordnet werden können. Dies bietet sich beispielsweise dann an, wenn eine Sequenz entlang bestimmter Beobachtungskriterien ( z. B. auch von verschiedenen Personen) analysiert werden soll. Weiter eignet es sich, um gezielt nach Stellen im Film zu suchen, die einem bestimmten Beobachtungskriterium entsprechen (falls man im Nachhinein danach suchen möchte, nach Erstellung der Annotationen). Zum Erstellen einer Kategorie muss rechts oben (unter dem Knopf „Einfügen) ein Haken bei „Bearbeiten“ gesetzt werden.
Wenn ein Video annotiert wird, kann bei der ausgewählten Sequenz einfach auf die Kategorie / auf das Label geklickt werden, dann erscheint die Annotation unter der Liste der Annotationen dieser Kategorie bzw. des entsprechenden Labels. Mit einem Klick auf das Kommentar-Icon rechts kann sie die Annotation zusätzlich kommentiert werden.

Links

Annotate User Manual von SWITCH: https://help.switch.ch/cast/annotate/
Anleitungen der Uni Bern (s. SWITCHcast und Video): https://ilias.unibe.ch/goto_ilias3_unibe_cat_12275.html


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