{"id":5,"date":"2021-09-05T11:52:35","date_gmt":"2021-09-05T09:52:35","guid":{"rendered":"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/entwicklung\/2021\/09\/05\/chapter-1\/"},"modified":"2024-09-27T07:16:40","modified_gmt":"2024-09-27T05:16:40","slug":"chapter-1","status":"publish","type":"chapter","link":"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/entwicklung\/chapter\/chapter-1\/","title":{"raw":"Motorik","rendered":"Motorik"},"content":{"raw":"<em>Auszug Sarimski, K., Lang, M. (2020). Fr\u00fchf\u00f6rderung blinder Kinder. Grundlagen f\u00fcr die Arbeit mit blinden Kindern und ihren Familien. Edition Bentheim. W\u00fcrzburg.<\/em>\r\n<p class=\"p2\">Fehlendes Sehverm\u00f6gen hat im fr\u00fchen Kindesalter direkte Auswirkungen auf das Entwicklungstempo der motorischen F\u00e4higkeiten, die Reihenfolge, in der die einzelnen Meilensteine der Entwicklung bew\u00e4ltigt werden, und die Qualit\u00e4t der motorischen Abl\u00e4ufe.<\/p>\r\n<p class=\"p2\">Der Entwicklungsverlauf von Kindern, die sehbehindert oder blind sind, wurde in drei Langzeitstudien untersucht, an denen sich die Einsch\u00e4tzungen der individuellen Entwicklung eines blinden Kindes orientieren k\u00f6nnen.<\/p>\r\n\r\n<ol>\r\n \t<li class=\"p2\">Im Projekt <strong>PRISM (Ferrell, 1998)<\/strong> nahmen an einer solchen Studie 202 Familien teil, deren Kinder im Alter bis zu f\u00fcnf Jahren in sieben F\u00f6rderzentren f\u00fcr Kinder mit Sehbehinderung oder Blindheit betreut wurden. Die Entwicklungsuntersuchungen erfolgten mit standardisierten Entwicklungstests (Battelle Developmental Inventory, BDI) und Elternfrageb\u00f6gen (Vineland Adaptive Behavior Scales, VABS). Das mittlere Alter der Kinder zu Beginn des Untersuchungszeitraums war 8.7 Monate; der Entwicklungsverlauf wurde unterschiedlich lang (im Durchschnitt \u00fcber einen Zeitraum von 19 Monaten) dokumentiert.<\/li>\r\n \t<li class=\"p2\"><strong style=\"text-align: initial;font-size: 1em\">Hatton et al. (1997)<\/strong><span style=\"text-align: initial;font-size: 1em\"> berichteten \u00fcber die Untersuchung von 186 blinden und sehbehinderten Kindern im Alter von 12-73 Monaten, die in Abst\u00e4nden von 4-6 Monaten mehrfach mit einem Entwicklungstest (BDI) untersucht wurden. 27 Kinder waren blind oder verf\u00fcgten h\u00f6chstens \u00fcber Lichtscheinwahrnehmung und zeigten keine zus\u00e4tzlichen Behinderungen.<\/span><\/li>\r\n \t<li class=\"p2\"><strong style=\"text-align: initial;font-size: 1em\">Brambring (2005)<\/strong><span style=\"text-align: initial;font-size: 1em\"> analysierte die Daten von zehn blinden Kindern, bei denen keine zus\u00e4tzliche Behinderung vorlag, aus der \u201eBielefelder L\u00e4ngsschnittstudie zur Fr\u00fchf\u00f6rderung und Unterst\u00fctzung von Familien mit blind geborenen Kindern\".<\/span><\/li>\r\n<\/ol>\r\n<p class=\"p2\"><strong>Diese Entwicklungsstudien kommen einhellig zu dem Ergebnis, dass die Entwicklung motorischer F\u00e4higkeiten bei blinden Kindern deutlich langsamer verl\u00e4uft als bei sehenden Kindern. <\/strong><\/p>\r\n<p class=\"p2\">In den Entwicklungsstudien von Hatton et al. (1997) und Brambring (2005) verf\u00fcgten die blinden Kinder im Alter von 30 Monaten durchschnittlich \u00fcber die (grob-) motorischen F\u00e4higkeiten, die sehende Kinder bereits mit 11-15 Monaten erreicht hatten. Die nachfolgende Abbildung zeigt exemplarisch den durchschnittlichen Zeitpunkt des Erwerbs einzelner motorischer F\u00e4higkeiten am Beispiel der Daten, die Brambring (2006) zur motorischen Entwicklung vorlegte.<\/p>\r\n\r\n\r\n[caption id=\"attachment_84\" align=\"alignnone\" width=\"455\"]<a href=\"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/entwicklung\/wp-content\/uploads\/sites\/101\/2021\/09\/Bildschirmfoto-2021-09-06-um-15.49.42.png\"><img class=\"wp-image-84\" src=\"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/entwicklung\/wp-content\/uploads\/sites\/101\/2021\/09\/Bildschirmfoto-2021-09-06-um-15.49.42-300x132.png\" alt=\"Balkendiagramm\" width=\"455\" height=\"200\" \/><\/a> Durchschnittlicher Zeitpunkt des Erwerbs von motorischen F\u00e4higkeiten durch sehende und blinde Kinder[\/caption]\r\n<p class=\"p2\">Der Zeitpunkt des Erwerbs motorischer Kompetenzen variiert allerdings in Abh\u00e4ngigkeit von der Art der F\u00e4higkeit, um die es jeweils geht. So zeigten sich in<span class=\"Apple-converted-space\"> vier <\/span>von 29 Fertigkeiten, \u00fcber die Brambring (2006) berichtete, nur geringe Unterschiede gegen\u00fcber sehenden Kindern. Dazu geh\u00f6rte z.B. die F\u00e4higkeit, auf ein Sofa zu klettern oder einen Stuhl im Raum umher zu schieben. Die deutlichsten ...\" Abweichungen bestanden dagegen bei Fertigkeiten, die einen flexiblen Wechsel von K\u00f6rperpositionen im Raum erfordern, z.B. auf einem Bein stehen, freies Laufen, gegen einen Ball treten oder ihn fangen, von einer Fl\u00e4che herunter oder Treppen hinauf steigen. Dar\u00fcber hinaus belegten die Daten aber auch eine betr\u00e4chtliche interindividuelle Variabilit\u00e4t der Erwerbszeitpunkte.<\/p>\r\n\r\n<div class=\"textbox textbox--key-takeaways\"><header class=\"textbox__header\"><span style=\"color: #ffffff\"><strong>Gr\u00fcnde f\u00fcr Verz\u00f6gerungen in der motorischen Entwicklung<\/strong><\/span><\/header>\r\n<div class=\"textbox__content\">\r\n<ul>\r\n \t<li>\r\n<p class=\"p2\">Viele blinde Kinder haben einen schw\u00e4cheren Muskeltonus.<\/p>\r\n<\/li>\r\n \t<li>\r\n<p class=\"p2\">Es fehlt ihnen der visuelle Anreiz, um sich fortzubewegen und Bewegungsmuster zu erproben.<\/p>\r\n<\/li>\r\n \t<li>\r\n<p class=\"p2\">Sie erwerben sp\u00e4ter eine Vorstellung von der Objektpermanenz, d.h. f\u00fchlen sich erst sp\u00e4ter motiviert, Objekte zu erreichen, die au\u00dferhalb ihrer Reichweite geraten sind.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\r\n<\/li>\r\n \t<li>\r\n<p class=\"p2\">Sie sind zur\u00fcckhaltend in ihrer Fortbewegung, um sich vor m\u00f6glichen Gefahren zu sch\u00fctzen.<\/p>\r\n<\/li>\r\n \t<li>\r\n<p class=\"p2\">Es fehlt ihnen die M\u00f6glichkeit, ihre Bewegungen visuell zu kontrollieren und an Hindernisse anzupassen sowie andere bei ihren Bewegungsabl\u00e4ufen zu beobachten, was besonders bei komplexen Bewegungsmustern von Bedeutung ist.<\/p>\r\n<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/div>\r\n<\/div>\r\n<p class=\"p2\">Bei vielen blinden Kindern ist der Muskeltonus reduziert, ohne dass eine Cerebralparese oder eine andere neurologische Entwicklungsst\u00f6rung vorliegt. Das erschwert die Haltungskontrolle, die Aufrichtung und die Qualit\u00e4t der Bewegungsabfolge. Vermutlich ist der reduzierte Muskeltonus darauf zur\u00fcckzuf\u00fchren, dass f\u00fcr die physiologische Entwicklung der Muskelspannung vestibul\u00e4re und propriozeptive R\u00fcckmeldungen notwendig sind, die bei einem blinden Kind in geringerem Ma\u00dfe erfolgen, weil es zun\u00e4chst weniger Anreize zur Aufrichtung aus der Bauchlage sowie zum Erproben von Bewegungsmustern hat.<\/p>\r\n<p class=\"p2\">Es sollte deshalb fr\u00fch die Bauchlage tolerieren lernen, mit Spielsachen angeregt werden, in dieser Lage den Kopf zu heben und sich abzust\u00fctzen, und mit sanfter Unterst\u00fctzung der Eltern unterschiedliche Bewegungserfahrungen machen.<\/p>\r\n<p class=\"p2\"><strong>Wichtig ist, dass die spontanen Ans\u00e4tze des Kindes immer mit taktilem und akustischem Feedback best\u00e4rkt werden.<\/strong><\/p>\r\n\r\n[caption id=\"attachment_152\" align=\"alignnone\" width=\"300\"]<img class=\"size-medium wp-image-152\" src=\"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/entwicklung\/wp-content\/uploads\/sites\/101\/2021\/09\/Fru\u0308hfo\u0308rderung_zollikhofen-300x133.jpeg\" alt=\"Kind mit Sehbehinderung liegt auf dem R\u00fccken unter einem Mobile f\u00fcr Kinder\" width=\"300\" height=\"133\" \/> [Bildquelle: \u00a9 Fr\u00fchf\u00f6rderung Zollikhofen][\/caption]\r\n<p class=\"p2\">So k\u00f6nnen z.B. kleine Armb\u00e4nder mit Gl\u00f6ckchen am Handgelenk befestigt werden, damit das Kind erlebt, dass es durch seine eigenen aktiven Bewegungen immer wieder neue Ger\u00e4usche ausl\u00f6sen kann. Motorische Aktivit\u00e4ten und Explorationshandlungen k\u00f6nnen zudem mittels Angeboten an Spieltrapezen oder im \u201e<a href=\"https:\/\/www.isar-projekt.de\/materialien\/little-room-3156.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Little Room<\/a>\" (Nielsen, 1991) ausgel\u00f6st werden.<\/p>\r\n\r\n[caption id=\"attachment_102\" align=\"alignnone\" width=\"300\"]<img class=\"wp-image-102 size-medium\" src=\"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/entwicklung\/wp-content\/uploads\/sites\/101\/2021\/09\/Little_Room_2-300x191.png\" alt=\"Foto Litllte Room\" width=\"300\" height=\"191\" \/> [Bildquelle: \u00a9 hoptoys.fr][\/caption]\r\n<p class=\"p2\">Hierbei ber\u00fchrt das Kind bei Eigenbewegungen herunterh\u00e4ngende Objekte, die wiederum Ger\u00e4usche oder Ber\u00fchrungsreize verursachen. Auch die Kommentare der Eltern k\u00f6nnen es anspornen, verschiedene Bewegungen mit den Armen und Beinen auszuprobieren. Viele ritualisierte Spiele, die Eltern intuitiv mit Babys initiieren, enthalten weitere Anregungen f\u00fcr unterschiedliche Bewegungserfahrungen (z.B. \u201eHoppe-hoppe- Reiter).<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\r\n<p class=\"p2\">Wenn es die Entwicklungsstufe erreicht hat, in der sich Kinder auf H\u00e4nden und F\u00fc\u00dfen abst\u00fctzen, gew\u00f6hnt sich ein blindes Kind oft an, hin- und her zu schaukeln, statt auszuprobieren, wie es vorw\u00e4rts krabbeln k\u00f6nnte. Dieses Bewegungsmuster ist ihm angenehm und es fehlt der visuelle Anreiz, sich fortzubewegen. Einige Kinder beginnen deshalb auch erst zu krabbeln, wenn sie bereits zu laufen gelernt haben, oder lassen die Krabbelphase ganz aus.<\/p>\r\n<p class=\"p2\">Ein reduzierter Muskeltonus beeinflusst auch die Qualit\u00e4t der Haltungskontrolle. Blinde Kleinkinder neigen zun\u00e4chst z.B. dazu, sich in einer sitzenden Position mit beiden H\u00e4nden auf den Boden abzust\u00fctzen, die Beine breit zu spreizen oder den Oberk\u00f6rper und damit den Schwerpunkt nach vorn zu verlagern, um die Sitzposition zu stabilisieren. Diese Haltungsmuster hindern sie jedoch daran, ihre Umwelt in sitzender Position frei zu erkunden. Bei blinden Kindern, bei denen keine zus\u00e4tzliche Behinderung vorliegt, verschwindet diese Unsicherheit jedoch im zweiten Lebensjahr.<\/p>\r\n<p class=\"p2\"><b>Kinder mit unbeeintr\u00e4chtigtem Sehverm\u00f6gen entwickeln schon fr\u00fch Abst\u00fctzreaktionen, wenn sie das Gleichgewicht verlieren. Sie st\u00fctzen sich z.B. auf die H\u00e4nde ab, wenn sie zu fallen drohen. Diese Schutzmechanismen m\u00fcssen mit blinden Kindern gezielt einge\u00fcbt werden. Auch im weiteren Verlauf brauchen sie vielf\u00e4ltige Anregungen, um Positionswechsel und Gleichgewicht zu f\u00f6rdern.<\/b><\/p>\r\n[h5p id=\"11\"]\r\n<p class=\"p2\">Ebenso wichtig ist die Entwicklung eines Bewusstseins f\u00fcr den eigenen K\u00f6rper und seiner Position im Raum. Eine M\u00f6glichkeit, die Wahrnehmung der einzelnen K\u00f6rperteile zu f\u00f6rdern, bietet sich bereits im S\u00e4uglingsalter durch eine Babymassage. Im weiteren Verlauf gilt es, m\u00f6glichst viele Gelegenheiten zu nutzen (z.B. bei der K\u00f6rperpflege und beim Umziehen), um das Kind mit den Bezeichnungen f\u00fcr die K\u00f6rperteile und Begriffe f\u00fcr die Orientierung im Raum (z.B. rechts\/links, oben\/unten, vor\/hinter) vertraut zu machen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\r\n\r\n<h1>Zusammenfassung<\/h1>\r\n[h5p id=\"12\"]\r\n<div class=\"textbox textbox--exercises\"><header class=\"textbox__header\">\r\n<p class=\"textbox__title\"><strong>Vertiefende Studien zur motorischen Entwicklung<\/strong><\/p>\r\n\r\n<\/header>\r\n<div class=\"textbox__content\">\r\n<ul>\r\n \t<li>\r\n<div class=\"csl-bib-body\">\r\n<div class=\"csl-entry\">Bouchard, D., &amp; T\u00e9treault, S. (2000). The Motor Development of Sighted Children and Children with Moderate Low Vision Aged 8\u201313. <i>Journal of Visual Impairment &amp; Blindness<\/i>, <i>94<\/i>(9), 564\u2013573. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1177\/0145482X0009400903\">https:\/\/doi.org\/10.1177\/0145482X0009400903<\/a><\/div>\r\n<\/div><\/li>\r\n \t<li class=\"p2\">Brambring,\u00a0M. (2006). Divergent Development of Gross Motor Skills in Children who are Blind or Sighted. <i>Journal of Visual Impairment &amp; Blindness<\/i>, <i>100<\/i>(10), 620\u2013634. <a href=\"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/entwicklung\/wp-content\/uploads\/sites\/101\/2021\/09\/brambring06.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">(Link)<\/a><\/li>\r\n \t<li class=\"p2\">Brambring,\u00a0M. (2007). Divergent Development of Manual Skills in Children who are Blind or Sighted. <i>Journal of Visual Impairment &amp; Blindness<\/i>, <i>101<\/i>(4), 212\u2013225. <a href=\"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/entwicklung\/wp-content\/uploads\/sites\/101\/2021\/09\/brambring07.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">(Link)<\/a><\/li>\r\n \t<li class=\"p2\">Hatton,\u00a0D.\u00a0D., Bailey,\u00a0D.\u00a0B., Burchinaland,\u00a0M.\u00a0R. &amp; Ferrell,\u00a0K.\u00a0A. (1997). Developmental Growth Curves of Preschool Children with Vision Impairments. <i>Child development<\/i>, <i>68<\/i>(5), 788\u2013806. (<a href=\"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/entwicklung\/wp-content\/uploads\/sites\/101\/2021\/09\/hatton-1997.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Link<\/a>)<\/li>\r\n \t<li>\r\n<div class=\"csl-bib-body\">\r\n<div class=\"csl-entry\">Reimer, A. M., Cox, R. F. A., Boonstra, F. N., &amp; Nijhuis-van der Sanden, Maria W. G. (2015). Measurement of Fine-Motor Skills in Young Children with Visual Impairment. <i>Journal of Developmental and Physical Disabilities<\/i>, <i>27<\/i>(5), 569\u2013590. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1007\/s10882-015-9433-5\">https:\/\/doi.org\/10.1007\/s10882-015-9433-5<\/a><\/div>\r\n<\/div><\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/div>\r\n<\/div>\r\n&nbsp;","rendered":"<p><em>Auszug Sarimski, K., Lang, M. (2020). Fr\u00fchf\u00f6rderung blinder Kinder. Grundlagen f\u00fcr die Arbeit mit blinden Kindern und ihren Familien. Edition Bentheim. W\u00fcrzburg.<\/em><\/p>\n<p class=\"p2\">Fehlendes Sehverm\u00f6gen hat im fr\u00fchen Kindesalter direkte Auswirkungen auf das Entwicklungstempo der motorischen F\u00e4higkeiten, die Reihenfolge, in der die einzelnen Meilensteine der Entwicklung bew\u00e4ltigt werden, und die Qualit\u00e4t der motorischen Abl\u00e4ufe.<\/p>\n<p class=\"p2\">Der Entwicklungsverlauf von Kindern, die sehbehindert oder blind sind, wurde in drei Langzeitstudien untersucht, an denen sich die Einsch\u00e4tzungen der individuellen Entwicklung eines blinden Kindes orientieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<ol>\n<li class=\"p2\">Im Projekt <strong>PRISM (Ferrell, 1998)<\/strong> nahmen an einer solchen Studie 202 Familien teil, deren Kinder im Alter bis zu f\u00fcnf Jahren in sieben F\u00f6rderzentren f\u00fcr Kinder mit Sehbehinderung oder Blindheit betreut wurden. Die Entwicklungsuntersuchungen erfolgten mit standardisierten Entwicklungstests (Battelle Developmental Inventory, BDI) und Elternfrageb\u00f6gen (Vineland Adaptive Behavior Scales, VABS). Das mittlere Alter der Kinder zu Beginn des Untersuchungszeitraums war 8.7 Monate; der Entwicklungsverlauf wurde unterschiedlich lang (im Durchschnitt \u00fcber einen Zeitraum von 19 Monaten) dokumentiert.<\/li>\n<li class=\"p2\"><strong style=\"text-align: initial;font-size: 1em\">Hatton et al. (1997)<\/strong><span style=\"text-align: initial;font-size: 1em\"> berichteten \u00fcber die Untersuchung von 186 blinden und sehbehinderten Kindern im Alter von 12-73 Monaten, die in Abst\u00e4nden von 4-6 Monaten mehrfach mit einem Entwicklungstest (BDI) untersucht wurden. 27 Kinder waren blind oder verf\u00fcgten h\u00f6chstens \u00fcber Lichtscheinwahrnehmung und zeigten keine zus\u00e4tzlichen Behinderungen.<\/span><\/li>\n<li class=\"p2\"><strong style=\"text-align: initial;font-size: 1em\">Brambring (2005)<\/strong><span style=\"text-align: initial;font-size: 1em\"> analysierte die Daten von zehn blinden Kindern, bei denen keine zus\u00e4tzliche Behinderung vorlag, aus der \u201eBielefelder L\u00e4ngsschnittstudie zur Fr\u00fchf\u00f6rderung und Unterst\u00fctzung von Familien mit blind geborenen Kindern&#8220;.<\/span><\/li>\n<\/ol>\n<p class=\"p2\"><strong>Diese Entwicklungsstudien kommen einhellig zu dem Ergebnis, dass die Entwicklung motorischer F\u00e4higkeiten bei blinden Kindern deutlich langsamer verl\u00e4uft als bei sehenden Kindern. <\/strong><\/p>\n<p class=\"p2\">In den Entwicklungsstudien von Hatton et al. (1997) und Brambring (2005) verf\u00fcgten die blinden Kinder im Alter von 30 Monaten durchschnittlich \u00fcber die (grob-) motorischen F\u00e4higkeiten, die sehende Kinder bereits mit 11-15 Monaten erreicht hatten. Die nachfolgende Abbildung zeigt exemplarisch den durchschnittlichen Zeitpunkt des Erwerbs einzelner motorischer F\u00e4higkeiten am Beispiel der Daten, die Brambring (2006) zur motorischen Entwicklung vorlegte.<\/p>\n<figure id=\"attachment_84\" aria-describedby=\"caption-attachment-84\" style=\"width: 455px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/entwicklung\/wp-content\/uploads\/sites\/101\/2021\/09\/Bildschirmfoto-2021-09-06-um-15.49.42.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-84\" src=\"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/entwicklung\/wp-content\/uploads\/sites\/101\/2021\/09\/Bildschirmfoto-2021-09-06-um-15.49.42-300x132.png\" alt=\"Balkendiagramm\" width=\"455\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/entwicklung\/wp-content\/uploads\/sites\/101\/2021\/09\/Bildschirmfoto-2021-09-06-um-15.49.42-300x132.png 300w, https:\/\/zuugs.hfh.ch\/entwicklung\/wp-content\/uploads\/sites\/101\/2021\/09\/Bildschirmfoto-2021-09-06-um-15.49.42-768x338.png 768w, https:\/\/zuugs.hfh.ch\/entwicklung\/wp-content\/uploads\/sites\/101\/2021\/09\/Bildschirmfoto-2021-09-06-um-15.49.42-65x29.png 65w, https:\/\/zuugs.hfh.ch\/entwicklung\/wp-content\/uploads\/sites\/101\/2021\/09\/Bildschirmfoto-2021-09-06-um-15.49.42-225x99.png 225w, https:\/\/zuugs.hfh.ch\/entwicklung\/wp-content\/uploads\/sites\/101\/2021\/09\/Bildschirmfoto-2021-09-06-um-15.49.42-350x154.png 350w, https:\/\/zuugs.hfh.ch\/entwicklung\/wp-content\/uploads\/sites\/101\/2021\/09\/Bildschirmfoto-2021-09-06-um-15.49.42.png 1007w\" sizes=\"auto, (max-width: 455px) 100vw, 455px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-84\" class=\"wp-caption-text\">Durchschnittlicher Zeitpunkt des Erwerbs von motorischen F\u00e4higkeiten durch sehende und blinde Kinder<\/figcaption><\/figure>\n<p class=\"p2\">Der Zeitpunkt des Erwerbs motorischer Kompetenzen variiert allerdings in Abh\u00e4ngigkeit von der Art der F\u00e4higkeit, um die es jeweils geht. So zeigten sich in<span class=\"Apple-converted-space\"> vier <\/span>von 29 Fertigkeiten, \u00fcber die Brambring (2006) berichtete, nur geringe Unterschiede gegen\u00fcber sehenden Kindern. Dazu geh\u00f6rte z.B. die F\u00e4higkeit, auf ein Sofa zu klettern oder einen Stuhl im Raum umher zu schieben. Die deutlichsten &#8230;&#8220; Abweichungen bestanden dagegen bei Fertigkeiten, die einen flexiblen Wechsel von K\u00f6rperpositionen im Raum erfordern, z.B. auf einem Bein stehen, freies Laufen, gegen einen Ball treten oder ihn fangen, von einer Fl\u00e4che herunter oder Treppen hinauf steigen. Dar\u00fcber hinaus belegten die Daten aber auch eine betr\u00e4chtliche interindividuelle Variabilit\u00e4t der Erwerbszeitpunkte.<\/p>\n<div class=\"textbox textbox--key-takeaways\">\n<header class=\"textbox__header\"><span style=\"color: #ffffff\"><strong>Gr\u00fcnde f\u00fcr Verz\u00f6gerungen in der motorischen Entwicklung<\/strong><\/span><\/header>\n<div class=\"textbox__content\">\n<ul>\n<li>\n<p class=\"p2\">Viele blinde Kinder haben einen schw\u00e4cheren Muskeltonus.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p class=\"p2\">Es fehlt ihnen der visuelle Anreiz, um sich fortzubewegen und Bewegungsmuster zu erproben.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p class=\"p2\">Sie erwerben sp\u00e4ter eine Vorstellung von der Objektpermanenz, d.h. f\u00fchlen sich erst sp\u00e4ter motiviert, Objekte zu erreichen, die au\u00dferhalb ihrer Reichweite geraten sind.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p class=\"p2\">Sie sind zur\u00fcckhaltend in ihrer Fortbewegung, um sich vor m\u00f6glichen Gefahren zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p class=\"p2\">Es fehlt ihnen die M\u00f6glichkeit, ihre Bewegungen visuell zu kontrollieren und an Hindernisse anzupassen sowie andere bei ihren Bewegungsabl\u00e4ufen zu beobachten, was besonders bei komplexen Bewegungsmustern von Bedeutung ist.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<\/div>\n<p class=\"p2\">Bei vielen blinden Kindern ist der Muskeltonus reduziert, ohne dass eine Cerebralparese oder eine andere neurologische Entwicklungsst\u00f6rung vorliegt. Das erschwert die Haltungskontrolle, die Aufrichtung und die Qualit\u00e4t der Bewegungsabfolge. Vermutlich ist der reduzierte Muskeltonus darauf zur\u00fcckzuf\u00fchren, dass f\u00fcr die physiologische Entwicklung der Muskelspannung vestibul\u00e4re und propriozeptive R\u00fcckmeldungen notwendig sind, die bei einem blinden Kind in geringerem Ma\u00dfe erfolgen, weil es zun\u00e4chst weniger Anreize zur Aufrichtung aus der Bauchlage sowie zum Erproben von Bewegungsmustern hat.<\/p>\n<p class=\"p2\">Es sollte deshalb fr\u00fch die Bauchlage tolerieren lernen, mit Spielsachen angeregt werden, in dieser Lage den Kopf zu heben und sich abzust\u00fctzen, und mit sanfter Unterst\u00fctzung der Eltern unterschiedliche Bewegungserfahrungen machen.<\/p>\n<p class=\"p2\"><strong>Wichtig ist, dass die spontanen Ans\u00e4tze des Kindes immer mit taktilem und akustischem Feedback best\u00e4rkt werden.<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_152\" aria-describedby=\"caption-attachment-152\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-152\" src=\"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/entwicklung\/wp-content\/uploads\/sites\/101\/2021\/09\/Fru\u0308hfo\u0308rderung_zollikhofen-300x133.jpeg\" alt=\"Kind mit Sehbehinderung liegt auf dem R\u00fccken unter einem Mobile f\u00fcr Kinder\" width=\"300\" height=\"133\" srcset=\"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/entwicklung\/wp-content\/uploads\/sites\/101\/2021\/09\/Fru\u0308hfo\u0308rderung_zollikhofen-300x133.jpeg 300w, https:\/\/zuugs.hfh.ch\/entwicklung\/wp-content\/uploads\/sites\/101\/2021\/09\/Fru\u0308hfo\u0308rderung_zollikhofen-768x341.jpeg 768w, https:\/\/zuugs.hfh.ch\/entwicklung\/wp-content\/uploads\/sites\/101\/2021\/09\/Fru\u0308hfo\u0308rderung_zollikhofen-1024x455.jpeg 1024w, https:\/\/zuugs.hfh.ch\/entwicklung\/wp-content\/uploads\/sites\/101\/2021\/09\/Fru\u0308hfo\u0308rderung_zollikhofen-65x29.jpeg 65w, https:\/\/zuugs.hfh.ch\/entwicklung\/wp-content\/uploads\/sites\/101\/2021\/09\/Fru\u0308hfo\u0308rderung_zollikhofen-225x100.jpeg 225w, https:\/\/zuugs.hfh.ch\/entwicklung\/wp-content\/uploads\/sites\/101\/2021\/09\/Fru\u0308hfo\u0308rderung_zollikhofen-350x155.jpeg 350w, https:\/\/zuugs.hfh.ch\/entwicklung\/wp-content\/uploads\/sites\/101\/2021\/09\/Fru\u0308hfo\u0308rderung_zollikhofen.jpeg 1160w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-152\" class=\"wp-caption-text\">[Bildquelle: \u00a9 Fr\u00fchf\u00f6rderung Zollikhofen]<\/figcaption><\/figure>\n<p class=\"p2\">So k\u00f6nnen z.B. kleine Armb\u00e4nder mit Gl\u00f6ckchen am Handgelenk befestigt werden, damit das Kind erlebt, dass es durch seine eigenen aktiven Bewegungen immer wieder neue Ger\u00e4usche ausl\u00f6sen kann. Motorische Aktivit\u00e4ten und Explorationshandlungen k\u00f6nnen zudem mittels Angeboten an Spieltrapezen oder im \u201e<a href=\"https:\/\/www.isar-projekt.de\/materialien\/little-room-3156.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Little Room<\/a>&#8220; (Nielsen, 1991) ausgel\u00f6st werden.<\/p>\n<figure id=\"attachment_102\" aria-describedby=\"caption-attachment-102\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-102 size-medium\" src=\"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/entwicklung\/wp-content\/uploads\/sites\/101\/2021\/09\/Little_Room_2-300x191.png\" alt=\"Foto Litllte Room\" width=\"300\" height=\"191\" srcset=\"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/entwicklung\/wp-content\/uploads\/sites\/101\/2021\/09\/Little_Room_2-300x191.png 300w, https:\/\/zuugs.hfh.ch\/entwicklung\/wp-content\/uploads\/sites\/101\/2021\/09\/Little_Room_2-65x41.png 65w, https:\/\/zuugs.hfh.ch\/entwicklung\/wp-content\/uploads\/sites\/101\/2021\/09\/Little_Room_2-225x143.png 225w, https:\/\/zuugs.hfh.ch\/entwicklung\/wp-content\/uploads\/sites\/101\/2021\/09\/Little_Room_2-350x223.png 350w, https:\/\/zuugs.hfh.ch\/entwicklung\/wp-content\/uploads\/sites\/101\/2021\/09\/Little_Room_2.png 720w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-102\" class=\"wp-caption-text\">[Bildquelle: \u00a9 hoptoys.fr]<\/figcaption><\/figure>\n<p class=\"p2\">Hierbei ber\u00fchrt das Kind bei Eigenbewegungen herunterh\u00e4ngende Objekte, die wiederum Ger\u00e4usche oder Ber\u00fchrungsreize verursachen. Auch die Kommentare der Eltern k\u00f6nnen es anspornen, verschiedene Bewegungen mit den Armen und Beinen auszuprobieren. Viele ritualisierte Spiele, die Eltern intuitiv mit Babys initiieren, enthalten weitere Anregungen f\u00fcr unterschiedliche Bewegungserfahrungen (z.B. \u201eHoppe-hoppe- Reiter).<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"p2\">Wenn es die Entwicklungsstufe erreicht hat, in der sich Kinder auf H\u00e4nden und F\u00fc\u00dfen abst\u00fctzen, gew\u00f6hnt sich ein blindes Kind oft an, hin- und her zu schaukeln, statt auszuprobieren, wie es vorw\u00e4rts krabbeln k\u00f6nnte. Dieses Bewegungsmuster ist ihm angenehm und es fehlt der visuelle Anreiz, sich fortzubewegen. Einige Kinder beginnen deshalb auch erst zu krabbeln, wenn sie bereits zu laufen gelernt haben, oder lassen die Krabbelphase ganz aus.<\/p>\n<p class=\"p2\">Ein reduzierter Muskeltonus beeinflusst auch die Qualit\u00e4t der Haltungskontrolle. Blinde Kleinkinder neigen zun\u00e4chst z.B. dazu, sich in einer sitzenden Position mit beiden H\u00e4nden auf den Boden abzust\u00fctzen, die Beine breit zu spreizen oder den Oberk\u00f6rper und damit den Schwerpunkt nach vorn zu verlagern, um die Sitzposition zu stabilisieren. Diese Haltungsmuster hindern sie jedoch daran, ihre Umwelt in sitzender Position frei zu erkunden. Bei blinden Kindern, bei denen keine zus\u00e4tzliche Behinderung vorliegt, verschwindet diese Unsicherheit jedoch im zweiten Lebensjahr.<\/p>\n<p class=\"p2\"><b>Kinder mit unbeeintr\u00e4chtigtem Sehverm\u00f6gen entwickeln schon fr\u00fch Abst\u00fctzreaktionen, wenn sie das Gleichgewicht verlieren. Sie st\u00fctzen sich z.B. auf die H\u00e4nde ab, wenn sie zu fallen drohen. Diese Schutzmechanismen m\u00fcssen mit blinden Kindern gezielt einge\u00fcbt werden. Auch im weiteren Verlauf brauchen sie vielf\u00e4ltige Anregungen, um Positionswechsel und Gleichgewicht zu f\u00f6rdern.<\/b><\/p>\n<div id=\"h5p-11\">\n<div class=\"h5p-iframe-wrapper\"><iframe id=\"h5p-iframe-11\" class=\"h5p-iframe\" data-content-id=\"11\" style=\"height:1px\" src=\"about:blank\" frameBorder=\"0\" scrolling=\"no\" title=\"F\u00f6rderm\u00f6glichkeiten Motorik\"><\/iframe><\/div>\n<\/div>\n<p class=\"p2\">Ebenso wichtig ist die Entwicklung eines Bewusstseins f\u00fcr den eigenen K\u00f6rper und seiner Position im Raum. Eine M\u00f6glichkeit, die Wahrnehmung der einzelnen K\u00f6rperteile zu f\u00f6rdern, bietet sich bereits im S\u00e4uglingsalter durch eine Babymassage. Im weiteren Verlauf gilt es, m\u00f6glichst viele Gelegenheiten zu nutzen (z.B. bei der K\u00f6rperpflege und beim Umziehen), um das Kind mit den Bezeichnungen f\u00fcr die K\u00f6rperteile und Begriffe f\u00fcr die Orientierung im Raum (z.B. rechts\/links, oben\/unten, vor\/hinter) vertraut zu machen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<h1>Zusammenfassung<\/h1>\n<div id=\"h5p-12\">\n<div class=\"h5p-iframe-wrapper\"><iframe id=\"h5p-iframe-12\" class=\"h5p-iframe\" data-content-id=\"12\" style=\"height:1px\" src=\"about:blank\" frameBorder=\"0\" scrolling=\"no\" title=\"Motorik richtige Aussagen w\u00e4hlen\"><\/iframe><\/div>\n<\/div>\n<div class=\"textbox textbox--exercises\">\n<header class=\"textbox__header\">\n<p class=\"textbox__title\"><strong>Vertiefende Studien zur motorischen Entwicklung<\/strong><\/p>\n<\/header>\n<div class=\"textbox__content\">\n<ul>\n<li>\n<div class=\"csl-bib-body\">\n<div class=\"csl-entry\">Bouchard, D., &amp; T\u00e9treault, S. (2000). The Motor Development of Sighted Children and Children with Moderate Low Vision Aged 8\u201313. <i>Journal of Visual Impairment &amp; Blindness<\/i>, <i>94<\/i>(9), 564\u2013573. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1177\/0145482X0009400903\">https:\/\/doi.org\/10.1177\/0145482X0009400903<\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/li>\n<li class=\"p2\">Brambring,\u00a0M. (2006). Divergent Development of Gross Motor Skills in Children who are Blind or Sighted. <i>Journal of Visual Impairment &amp; Blindness<\/i>, <i>100<\/i>(10), 620\u2013634. <a href=\"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/entwicklung\/wp-content\/uploads\/sites\/101\/2021\/09\/brambring06.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">(Link)<\/a><\/li>\n<li class=\"p2\">Brambring,\u00a0M. (2007). Divergent Development of Manual Skills in Children who are Blind or Sighted. <i>Journal of Visual Impairment &amp; Blindness<\/i>, <i>101<\/i>(4), 212\u2013225. <a href=\"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/entwicklung\/wp-content\/uploads\/sites\/101\/2021\/09\/brambring07.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">(Link)<\/a><\/li>\n<li class=\"p2\">Hatton,\u00a0D.\u00a0D., Bailey,\u00a0D.\u00a0B., Burchinaland,\u00a0M.\u00a0R. &amp; Ferrell,\u00a0K.\u00a0A. (1997). Developmental Growth Curves of Preschool Children with Vision Impairments. <i>Child development<\/i>, <i>68<\/i>(5), 788\u2013806. (<a href=\"https:\/\/zuugs.hfh.ch\/entwicklung\/wp-content\/uploads\/sites\/101\/2021\/09\/hatton-1997.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Link<\/a>)<\/li>\n<li>\n<div class=\"csl-bib-body\">\n<div class=\"csl-entry\">Reimer, A. M., Cox, R. F. A., Boonstra, F. N., &amp; Nijhuis-van der Sanden, Maria W. G. (2015). Measurement of Fine-Motor Skills in Young Children with Visual Impairment. <i>Journal of Developmental and Physical Disabilities<\/i>, <i>27<\/i>(5), 569\u2013590. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1007\/s10882-015-9433-5\">https:\/\/doi.org\/10.1007\/s10882-015-9433-5<\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auszug Sarimski, K., Lang, M. (2020). Fr\u00fchf\u00f6rderung blinder Kinder. Grundlagen f\u00fcr die Arbeit mit blinden Kindern und ihren Familien. Edition Bentheim. W\u00fcrzburg. Fehlendes Sehverm\u00f6gen hat im fr\u00fchen Kindesalter direkte Auswirkungen auf das Entwicklungstempo der motorischen F\u00e4higkeiten, die Reihenfolge, in der die einzelnen Meilensteine der Entwicklung bew\u00e4ltigt werden, und die Qualit\u00e4t der motorischen Abl\u00e4ufe. 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